Feuerwehr Schalksmühle für Waldbrände und Extremwetter gut gerüstet

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Ob Stürme (wie hier im Juli 2018 Im Dahl), Waldbrände oder Hochwasser: Die Feuerwehr sieht sich gut aufgestellt.

Schalksmühle - Das vergangene Jahr war von extremen Wetterereignissen im Kreis geprägt. Auch die Feuerwehr Schalksmühle rückte zu Waldbränden in der Region aus. Kreisbrandmeister Michael Kling sagt: „Wir müssen uns mit Waldbränden auseinandersetzen.“ Dafür brauchen die Feuerwehren nicht nur mehr Mitglieder, sondern auch Wasser.

Für die Freiwillige Feuerwehr Schalksmühle bedeutet das keine große Veränderung, denn sie ist bereits gut auf Naturkatastrophen vorbereitet. „Wir sind gut aufgestellt“, sagt Marc Fürst, Pressesprecher der Feuerwehr Schalksmühle. Sie rüstete sich bereits für Waldbrände und Großeinsätze. „Wir haben mit den Landwirten Absprachen getroffen“, sagt Fürst.

„Im Falle eines Waldbrandes dürfen wir bei Wassernotstand die Güllefässer benutzen.“ Denn im Wald gibt es, anders als im Stadtgebiet, keine Wasserversorgung, an der sich die Feuerwehr bedienen könnte. Sie ist daher angewiesen auf ihre Wassertanks, die laut Kreisbrandmeister Michael Kling keine ausreichenden Kapazitäten haben.

Ein neues Fahrzeug ist zudem mit Waldbrandkomponenten ausgestattet. Anstelle von C-Schläuchen, ist das Fahrzeug mit einem D-Schlauch ausgestattet, der einen kleineren Durchmesser hat. „Durch die kleinere Öffnung fließt weniger Wasser durch den Schlauch, aber der Wasserdurchfluss reicht, um einen Brand zu löschen.“ Das ist sparsamer und trotzdem effektiv.

Von weiteren extremen Wetterereignissen, wie Hochwasser oder Schnee, blieb die Gemeinde in der Vergangenheit soweit verschont, dass die Feuerwehr nur selten eingreifen musste. Richtiges Verhalten und die Vorgehensweise bei Naturkatastrophen lernen Feuerwehrmänner in der Grundausbildung und in Schulungen. Weitere Schulungen und Fortbildungen sind nicht geplant. „Wir üben das Vorgehen bei Waldbränden wie jeden anderen Brand“, sagt Fürst.

Das Problem der geringen Mitgliederzahl ist in Schalksmühle nicht akut. Es gebe zwar eine Differenz zwischen der Sollzahl und der tatsächlichen Mitgliederzahl, aber wie der Feuerwehrsprecher erklärt sei kein akutes Handeln erforderlich. „Wir funktionieren im Einsatz gut. Doch das Mitgliederdefizit muss angegangen werden.“ Weiter sagt er: „In Absprache mit der Gemeinde soll in diesem Jahr aktiv Werbung gemacht werden, aber der genaue Zeitpunkt ist noch nicht klar.“

Für den Fall von mehreren Einsätzen zur gleichen Zeit stünden genügend Fahrzeuge zur Verfügung, die parallele Einsätze ermöglichten. Ein Löschgruppenfahrzeug, ein Rüstwagen, ein Tanklöschfahrzeug sowie ein Einsatzleitwagen sorgen für eine Einsatzgestaltung, die jeder Herausforderung angepasst werden könne. Kurz: Sollten heiße Temperaturen im Sommer wieder für Waldbrände sorgen, ist die Feuerwehr in der Gemeinde vorbereitet.

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