Feuerwehr: Jugend in Schalksmühle interessiert sich weiterhin

Feuerwehr auch in Pandemie-Zeiten aktiv

Gerade Unfälle wie dieser Anfang März auf der Volmestraße belegen, wie wichtig ein hoher Ausbildungsstand bei der Feuerwehr ist.
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Gerade Unfälle wie dieser Anfang März auf der Volmestraße belegen, wie wichtig ein hoher Ausbildungsstand bei der Feuerwehr ist.

Die massiven Kontaktbeschränkungen während der Corona-Pandemie wirken sich auch auf den Alltag der Freiwilligen Feuerwehr in Schalksmühle aus. Insbesondere im Bereich der Ausbildung und Weiterbildung – sowohl im Bezug auf die Einsatzkräfte als auch auf die Jugendfeuerwehr – sind derzeit Übungen und Ausbildungsabende in Präsenz auf unbestimmte Zeit nicht möglich.

Schalksmühle - Sämtliche Treffen der Feuerwehr finden ausschließlich online statt. „Wir dürfen uns derzeit nur dann in den Feuerwehrgerätehäusern aufhalten, wenn vorgeschriebene Prüfungen des Einsatzmaterials vorgenommen werden müssen, dessen Funktion während der Einsätze gewährleistet werden muss“, erklärt Alexander Horn, Lehrgangsleiter des Grundlehrganges für die Einsatzabteilung. Ihm zur Seite stehen die beiden Ausbilder Markus Bergfeld und Torsten Heutelbeck, die die Grundlehrgänge mit organisieren.

„Derzeit hängen wir natürlich in der Luft und können nichts genaues sagen, ob überhaupt, wann und in welcher Form der Grundlehrgang in diesem Jahr stattfinden kann“, betont Alexander Horn. Vor dem 8. Mai könne gemäß des Leiters der Schalksmühler Wehr Dirk Kersenbrock ohnehin der Grundlehrgang nicht beginnen, und auch die sonst übliche Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Kierspe im Rahmen des Grundlehrganges fällt dieses Jahr aus.

Grundlehrgang als Basis

Wer als Mitglied der Einsatzabteilung bei Einsätzen mitwirken und weiterführende Lehrgänge absolvieren möchte, muss jedoch einen Grundlehrgang, der stets auf kommunaler Ebene stattfindet, absolvieren. „Obwohl wir – immer unter der Voraussetzung, dass die Corona-Regeln zu diesem Zeitpunkt überhaupt einen Grundlehrgang zulassen – planen, die theoretischen Anteile vorzuziehen und die praktischen weitgehend in den Spätsommer zu schieben, ist es in vielen Fällen eben kaum möglich, bestimmte Kenntnisse ausschließlich theoretisch zu vermitteln“, stellt Grundlehrgangsleiter Alexander Horn klar. „Wer zum Beispiel bei einem Unfall eine Person aus einem Fahrzeug retten und dabei einen Spreizer zum Einsatz bringt, der muss dessen Anwendung auch einmal praktisch geübt, das Gewicht des Werkzeuges körperlich gespürt haben. Denn gerade bei der Feuerwehr müssen sich die Menschen darauf verlassen können, dass wir am Einsatzort hundertprozentig wissen, was wir tun.“

Ob die im Grunde für die Ausbildung bei der Feuerwehr notwendigen praktischen Anteile ab Mai tatsächlich vermittelt werden können, steht derzeit noch in den Sternen.

Jugendliche bleiben interessiert

Der Pressesprecher der Feuerwehr Schalksmühle, Marc Fürst, hat derweil trotz Pandemie Positives über die Jugendabteilung der Schalksmühler Feuerwehr zu berichten. „Derzeit können wir sagen, dass sich genauso viele Kinder und Jugendliche für die Feuerwehr interessieren und bei uns mitmachen wollen wie vor der Pandemie“, erklärt Fürst.

Treffen zurzeit online

Ebenso wie die Erwachsenen tauschen sich die Kinder und Jugendlichen regelmäßig bei Online-Meetings aus. „Die finden auf ausdrücklichen Wunsch der Jugendlichen derzeit sogar jede Woche statt“, freut sich Fürst. „Allerdings verspüren die jungen Leute natürlich immer stärker den Drang, wieder raus zu kommen und praktisch zu üben und zu lernen.“

Auch jenseits von Grundlehrgang und Jugendabteilung können die Einsatzkräfte der Schalksmühler Feuerwehr derzeit keine praktischen Übungen durchführen. „Auf keinen Fall ist dadurch aber die Einsatzfähigkeit der Schalksmühler Feuerwehr gefährdet“, betont Ausbilder Markus Bergfeld. „Allerdings ist es schon so, dass ein bisschen die Routine abhanden kommt und man im Zweifel unter Umständen etwas länger überlegen muss, bis man bestimmte Dinge findet oder weiß, wo etwas ist.“

Wie alle in diesen Zeiten hofft auch die Schalksmühler Feuerwehr auf eine baldige Entspannung und Normalisierung der Corona-Lage – diese wäre angesichts der Bedeutung der Feuerwehr für die Sicherheit der Bürger mehr als wünschenswert.

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