Feuerwehr-Großübung an der Asenbach

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Auf dem Gelände der Firma Vedder an der Asenbach wurde ein Großbrand simuliert. Die Einsatzkräfte hatten dabei auch die Aufgabe, verletzte Personen zu bergen.

Schalksmühle - Für eine gemeinsame Großübung trafen sich am Samstag mehr als 40 Feuerwehrleute der Löschgruppe Dahlerbrück, des Löschzuges „In der Wanne“ der Feuerwehr Herne sowie des Löschzuges Breckerfeld in Schalksmühle.

Um 14.30 Uhr rückten die ersten Kräfte mit dem Einsatzstichwort „Unklare Rauchentwicklung bei der Firma Vedder“ in Richtung Asenbach aus. Die Lage stellte sich vor Ort schlimmer dar, als anfangs gemeldet. Aus dem verwinkelten Übungsobjekt schlugen bereits Flammen, aus mehreren Fenstern drang dichter Rauch. Eingeschlossene Personen standen an offenen Fenstern und riefen um Hilfe.

Die Einsatzleitung führte daher unverzüglich eine sogenannte Alarmstufenerhöhung durch. Alle weiteren Kräfte der drei Kommunen rückten nun mit dem Stichwort „Feuer 2 – Gebäudebrand“ zur Einsatzstelle aus. Für eine schnelle Menschenrettung brachte sich zunächst die Drehleiter der Feuerwehr Breckerfeld vor dem Gebäude in Stellung. Auf diese Weise konnten die eingeschlossenen Personen zügig nacheinander aus dem Gefahrenbereich gerettet werden. Gleichzeitig wurde eine Wasserversorgung für die Menschenrettung und anschließende Brandbekämpfung hergestellt.

Ebenfalls zur selben Zeit trafen zwei Angriffstrupps mit Atemschutzgeräten notwendige Maßnahmen, um noch vermisste Personen finden und aus dem Brandobjekt retten zu können. Ein Atemschutztrupp übernahm hierbei die Funktion eines Sicherheitstrupps, damit im Notfall der Angriffstrupp selbst aus dem Gebäude hätte gerettet werden können.

„Realitätsnahe Extremsituation“

Das Firmengebäude wurde mit einer Nebelmaschine derart „verraucht“, dass die nach und nach eingesetzten insgesamt vier Angriffstrupps im Innenangriff teilweise die Hand vor Augen nicht sehen konnten. „Diese realitätsnahe Extremsituation stellte für die eingesetzten Feuerwehrmänner eine große Belastung dar, welche gleichzeitig aber schnelles Handeln und höchste Konzentration erforderte. Nur so konnte die zuvor im Atemschutzlehrgang geschulte spezielle Suchtaktik effektiv angewendet werden“, erklärt Marc Fürst, Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr Schalksmühle.

Mit der Drehleiter der Feuerwehr Breckerfeld wurden Eingeschlossene aus den oberen Etagen befreit.

Im Rahmen der Übung wurde auch ein Atemschutznotfall simuliert. Ein Angriffstrupp war über einen kritischen Zeitraum hinweg nicht über Funk erreichbar. Der Sicherheitstrupp musste daher das Brandobjekt betreten und den betroffenen Trupp suchen. Nachdem der Kontakt zum Angriffstrupp hergestellt wurde, konnte an dieser Stelle schnell Entwarnung gegeben werden: der Angriffstrupp war wohlauf, lediglich die Funktechnik war verstellt und somit nicht einsatzbereit.

Insgesamt sieben verletzte beziehungsweise eingeschlossene Personen wurden aus dem Übungsobjekt gerettet. Diese wurden teilweise durch Dummys und teilweise von Notfalldarstellern des Jugendrotkreuzes Lüdenscheid simuliert. „Für die gute und engagierte Arbeit bedanken wir uns beim Jugendrotkreuz“, sagt Fürst.

An der Übung waren weiterhin mehr als 40 Wehrmänner mit neun Fahrzeugen der teilnehmenden Freiwilligen Feuerwehren beteiligt, die allesamt zu einem guten Ergebnis beitrugen.

Die Asenbach musste im Zuge der Übung teilweise komplett gesperrt werden.

Nach dem Übungsende und dem anschließenden Aufräumen, trafen sich alle Kameraden gegen 16.30 Uhr für eine Übungsbesprechung mit anschließendem gemütlichen Beisammensein am Grill, am Gerätehaus der Löschgruppe Dahlerbrück.

Treffen seit mehr als 45 Jahren

Die aktive Pflege der Feuerwehr-Freundschaft ist allen Beteiligten sehr wichtig. Seit mehr als 45 Jahren treffen sich die Einheit Dahlerbrück und der Löschzug „In der Wanne“ schon zu Übungen und zur Kameradschaftspflege. „Besonders erfreulich ist der regelmäßige Besuch und Austausch der Alters- und Ehrenabteilungen. Auch die Teilnahme des Löschzugs Breckerfeld an der Übung führte zu rundum positiven Reaktionen“, sagt Fürst. Wichtig wurde die gute Zusammenarbeit der beiden Nachbarkommunen über diese Übung hinaus bereits bei mehreren Realeinsätzen.

Ein herzliches Dankeschön richteten alle beteiligten Feuerwehren an den Gebäudeeigentümer. „Das Firmengebäude an der Asenbach wurde uns ohne zu zögern für diese Übung zur Verfügung gestellt“, sagt Fürst.

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