Polizei sucht Zeugen

Feuer im Dachstuhl an der Glörstraße - Es war Brandstiftung!

+
Nach den Ermittlungen zum Dachstuhlbrand in Dahlerbrück geht der Sachverständige von vorsätzlicher und/oder fahrlässiger Brandstiftung aus.

[Update 26. Juli, 10.01 Uhr] Dahlerbrück - Bei dem Dachstuhlbrand in einem leerstehenden Haus in der Straße In der Lieth geht der hinzugezogene Sachverständige von vorsätzlicher und/oder fahrlässiger Brandstiftung aus.

Nach bisherigen Ermittlungen sollen in der Woche vor dem Brand Personen im und um das leerstehende Gebäude gesehen worden sein, teilte die Kreispolizeibehörde am Freitag mit. Nun ist sie auf der Suche nach Zeugen, die Hinweise zu verdächtigen Personen geben können, die sich im Bereich des beschädigten Hauses - insbesondere Montagnacht, 22. Juli, nach 3 Uhr - aufgehalten haben. Sachdienliche Informationen nimmt die Polizeiwache in Halver unter Tel. 02353/91990 entgegen.

Rückblick: Die Mitglieder der Löschgruppen Schalksmühle und Dahlerbrück der Freiwilligen Feuerwehr wurden am besagten Tag gegen 3.20 Uhr  zu einem Einsatz an der Straße In der Lieth gerufen.

Der Dachstuhl des Hauses hatte mitten in der Nacht Feuer gefangen. Das Dach des betroffenen Gebäudes stand komplett in Flammen. Rund 40 Feuerwehrleute, das Deutsche Rote Kreuz, Polizei und Ordnungsamt sowie Stadtwerke und Energieversorger waren im Einsatz. 

In der Nacht zu Montag fing der Dachstuhl eines Gebäudes an der Glörstraße Feuer.


"Massiver Löscheinsatz"

Die Glörstraße war während des Einsatzes komplett gesperrt.

Auch die bei der Feuerwehr Brügge angeforderte Drehleiter kam zum Einsatz. Die Feuerwehr begann mit einem „massiven Löscheinsatz“, teilte Marc Fürst, Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr Schalksmühle, mit. Innerhalb des Hauses konnten keine Löschmaßnahmen ergriffen werden, da das Feuer bereits ein großes Ausmaß erreicht hatte. Löschwasser holten sich die Wehrleute aus der Volme und aus einem Hydranten. Gegen 4.40 Uhr hatten die Einsatzkräfte den Brand unter Kontrolle. Um auch alle Glutnester zu beseitigen und die Nachlöscharbeiten zu vollziehen, musste der Dachstuhl nach dem ersten Löschen geöffnet werden. Der Einsatz dauerte insgesamt mehrere Stunden. Währenddessen war die Glörstraße voll gesperrt. Gegen 6.30 Uhr wurde die Sperrung aufgehoben. 

Unterstützung: Bei den Löscharbeiten an dem Gebäude an der Ecke des Bahnübergangs an Glörstraße und In der Lieth kam auch die Drehleiter der Feuerwehr Brügge zum Einsatz.

Fast alle Einsatzkräfte rückten ab. Nur noch die Löschgruppe Dahlerbrück blieb vor Ort und übernahm die Brandwache. Im Laufe der Nachlöscharbeiten bemerkten die Kräfte vor Ort Risse in einer Dachgaube. Nach Rücksprache mit dem Bauamt und einem Statiker wurde das Technische Hilfswerk aus Halver nach Dahlerbrück gerufen. 

Flammen in Dahlerbrück: Mit 40 Wehrleuten rückte die Freiwillige Feuerwehr aus.

Letztlich wurde die Entscheidung getroffen, die betroffene Gaube in das Gebäude hinein zu drücken, um eventuelle Gefahren abzuwehren. Vom Teleskopmastes der Halveraner Wehr aus wurden Balken des Daches zersägt. Die Statik des restlichen Gebäudes konnte mit Baustützen sichergestellt werden. Letztlich drückte ein Bagger die Dachgaube wie geplant ein, sodass keine Gefahr durch herabstürzende Teile besteht. Der Einsatz für die Löschgruppe Dahlerbrück war nach zehn Stunden, um 13 Uhr beendet.

Kriminalpolizei vor Ort

Kein Personenschaden: Das Gebäude an der Glörstraße war unbewohnt.

Das Gebäude war unbewohnt, daher wurde niemand verletzt. Die Ermittlungen zu der Brandursachen dauern noch an. Laut der Polizei in Halver waren Beamte der Kriminalpolizei vor Ort. Nun müsse geprüft werden, ob ein technischer Defekt oder Fremdverschulden als Grund für den Ausbruch des Feuers vorlag.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare