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„Die Solidarität ist groß“ - Viel Hilfe nach Schulbrand im MK 

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Von: Bettina Görlitzer

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Nach dem Feuer: Die Primusschule in Schalksmühle bleibt erst einmal geschlossen.
Nach dem Feuer: Die Primusschule in Schalksmühle bleibt erst einmal geschlossen. © Thomas Machatzke

Der Brand an der Primusschule stand nicht auf der Tagesordnung, aber wurde dennoch zum wesentlichen Thema der Ratssitzung am Dienstag. Bürgermeister Jörg Schönenberg informierte die Politiker über die Nacht des Brandes, die bisher eingeleiteten Maßnahmen und das weitere Vorgehen.

Schalksmühle - Er selbst werde in engem Kontakt mit der Schulleitung bleiben, um alle notwendigen Maßnahmen abzustimmen, um möglichst bald wieder in den Präsenzunterricht gehen zu können: „Wir werden uns täglich treffen.“ Die Schulleitung sei bereits mit der Planung beschäftigt, alle Klassen auch ohne die sieben nicht nutzbaren Klassenräume unterzubringen. „Die Tendenz der Schulleitung ist, das im Gebäude zu versuchen und nicht auszulagern“, sagte Schönenberg. Er selbst schloss nicht aus, dass Container gebraucht werden könnten, insbesondere wenn sich die Sanierung länger hinzieht. „Es wird sicher dauern, bis wir diese sieben Räume wieder nutzen können“, sagte Oliver Emmerichs, Fachbereichsleiter Bauverwaltung.

Gutachten einholen

„Die Solidarität ist groß“, äußerte sich Schönenberg dankbar über die Hilfsbereitschaft aus den umliegenden Kommunen. Auch vom Fachbereich Jugend und Bildung und vom Gebäudemanagement des Kreises gibt es Unterstützungsangebote. Zu den Gutachterterminen möchte Schönenberg die Bauaufsicht hinzuholen, kündigte er an. Auch ein Schadstoffgutachten soll eingeholt werden.

Ob nach diesem Ereignis über zusätzliche Sicherungsmaßnahmen an der Schule, beispielsweise eine Überwachung, nachgedacht werden müsse, soll mit Abstand geklärt werden. „Das ist jetzt viel zu emotional“, meinte der Bürgermeister

Jörg Weber (CDU), selbst hauptamtlicher Feuerwehrmann in Lüdenscheid, sprach der Schalksmühler Feuerwehr großes Lob für den nächtlichen Einsatz aus. Ein solches Feuer hätte durchaus auch „zum Totalverlust führen können“, sagte er. Außerdem lobte er die Kommunikation aller Beteiligten mit den Eltern und Schülern. Das habe hervorragend geklappt.

Stellenplan 2022

Im Vergleich zu diesem Thema geriet die weitere Tagesordnung fast ins Hintertreffen. Dabei musste der Rat unter anderem über den Stellenplan der Verwaltung für das nächste Jahr entscheiden. Dieser wurde bei vier Enthaltungen von der CDU einstimmig verabschiedet. Die SPD, die sich im Hauptausschuss ebenfalls enthalten hatte, hat nach Beratungen innerhalb der Fraktion nun auch zugestimmt. Fraktionsvorsitzender Jan Jellesma sprach dem Bürgermeister und der Verwaltung dahingehend das Vertrauen aus, zu wissen, welcher Personalbedarf bestehe. Wichtig war für die SPD aber auch der im Hauptausschuss ergänzte Passus, dass der Stellenplan bei Bedarf während des Jahres angepasst oder externer Sachverstand eingekauft werden könne, damit Projekte nicht aus Personalmangel verschoben werden müssen.

Höhere Eintrittspreise

Einstimmig – ohne Enthaltungen – bestätigt wurden alle weiteren Beschlussempfehlungen des Hauptausschusses. Dabei ging es um die neuen Eintrittspreise für Kulturveranstaltungen in zwei Schritten, wobei die geplante zweite Erhöhung noch einmal dem Ausschuss für Kultur und Sport vorgelegt werden soll. Dieser könne darüber hinaus weitere Erhöhungen beraten und empfehlen. Außerdem bestätigt wurden die Haushaltsüberschreitung wegen einer höheren Umlage für die Musikschule sowie die Dringlichkeitsentscheidungen über zusätzliche Mittel wegen der Unwetterkatastrophe im Juli und für die Instandsetzung eines Fahrzeuges für den Winterdienst.

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