Weniger Buchungen in der Jugendherberge

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Die Jugendherberge Glörsee bekommt die Auswirkungen der leeren Glörtalsperre zu spüren. Einen deutlichen Buchungseinbruch haben die Verantwortlichen zu verzeichnen. Dennoch bleibt man dort optimistisch.

Schalksmühle/Breckerfeld - Normalerweise wäre die Jugendherberge Glörsee bei gutem Sommerwetter gut besucht. Doch da momentan kein Wasser in der Glörtalsperre ist, bleiben auch dort die Besucher aus. Buchungen bleiben aus oder werden storniert. Und die Betreiber müssen tatenlos zusehen.

„Natürlich hat die Situation des Gewässers auch Auswirkungen auf die Buchungen. Gerade in den Sommerferien waren vor allem Familien betroffen. Es gab deutliche Einbrüche“, erklärt Maike Braun, Pressesprecherin des Deutschen Jugendherbergverbandes. Die Folge für die Jugendherberge war, dass man zur besten Buchungszeit Betriebsferien machen musste. So konnten zumindest einige Kosten gespart und Überstunden der Mitarbeiter abgebaut werden. „Von Anfang August bis Mitte des Monats hatten wir geschlossen. Seit vergangener Woche haben wir wieder Gäste“, sagt Herbergsvater David Emde.

Die Gäste seien enttäuscht gewesen, als sie ihren Aufenthalt abgesagt haben. Doch die Sache läge ja nicht in unserem Spielraum. Man könne nichts dazu, betont der Einrichtungsleiter. „Wir sind von der Situation nicht begeistert. Schließlich haben wir in die Umlage und das Gebäude auch investiert. Doch wir glauben an den Standort. Die Glör ist ein Alleinstellungsmerkmal. Deshalb versuchen wir alles, um die Menschen weiterhin von uns zu begeistern. Wir müssen das Beste daraus machen“, sagt Maike Braun.

Um die Zukunft der Herberge macht sich auch der Leiter keine Sorgen. „Wenn wieder Wasser in der Glör ist, dann läuft es wieder“, so David Emde. Während der „saueren Gurkenzeit“ blieben die Verantwortlichen nicht untätig. Für Schulklassen wurden einige Projekte gestartet. „Wir haben Alternativen geschaffen. Etwa erlebnispädagogisches Klettern.“

Während die schon seit Monaten andauernde Reparatur an der Staumauer, deren Ende noch nicht terminiert sei, in der Jugendherberge für Unmut sorgen, treiben sie auch Jürgen W. Langendorf, Inhaber des Restaurants Haus Glörtal, Sorgenfalten auf die Stirn. „Spaziergänger, Ausflügler, Wandergruppen, Badegäste und Hundefreunde vermissen das Wasser und die damit verbundene Atmosphäre“, sagt er. Da diese Tages-Zielgruppen zu einem großen Teil ausblieben, sei der Mittags- und Nachmittagbesuch im Restaurant und am Biker-Treff um etwa 60 Prozent zurückgegangen. Zwar könne man einen Großteil der Verluste abfangen, doch man werde in diesem Jahr wohl mit Umsatzeinbußen von bis zu 40 Prozent rechnen müssen.

Langendorf: „Existenzbedrohend wird es erst, wenn sich die Situation im nächsten Sommer fortsetzen würde.“

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