FeG-Pastor Martin Schwarz geht in Pension

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Seit 2002 ist Martin Schwarz in Schalksmühle als Pastor der Freien evangelischen Gemeinde tätig. Im Juni geht der heute 63-Jährige in Pension. Die Zeit in der Volmegemeinde werde ihm bestens in Erinnerung bleiben.

Schalksmühle - Es war seine vierte und letzte Pastorenstelle, und gleichzeitig diejenige, an die er mit den besten Erinnerungen zurückdenken wird. Am 14. Juni wird Martin Schwarz als Pastor der Freien evangelischen Gemeinde (FeG) Schalksmühle in den Ruhestand verabschiedet. Seine Nachfolge tritt am 21. Juni der 70-jährige Fred Ritzhaupt an.

Doch bevor Martin Schwarz mit seiner Ehefrau Gudrun auch die Gemeinde Schalksmühle in Richtung Oer-Erkenschwick verlassen wird, freut sich der 63-Jährige darauf, gemeinsam mit der Gemeinde am kommenden Wochenende noch ein großes Fest begehen zu können: die mehrtägige Feier zum 150-jährigen Bestehen der FeG.

Die Vorbereitungen laufen dafür auf Hochtouren, zahlreiche Gemeindemitglieder sind in die Planungen eingebunden. Das Engagement der Mitglieder sei auch etwas, was ihm in seiner Zeit in Schalksmühle immer gefallen habe, erklärt Martin Schwarz: „Die Gemeinde ist sehr selbstständig. Besonders geschätzt habe ich auch die musikalischen Begabungen innerhalb der FeG, das habe ich wirklich genossen. Etliche unserer Mitglieder sind sehr kreativ und die musikalischen Veranstaltungen sind auf einem Niveau, wie ich es in anderen Gemeinden nicht erlebt habe.“

Als Pastor sei es immer sein Wunsch gewesen, den Menschen innerhalb der Gemeinde ein geistliches Zuhause zu bieten. „Als Christ sollte man nicht aus den Augen verlieren, dass eine Gemeinde auch eine Bedeutung für den Ort haben sollte.“ Ein wichtiges Anliegen war es ihm auch, die Menschen an die Bibel heranzuführen, „sie ihnen ins Herz zu pflanzen“. Er sei fasziniert von diesem Buch und habe immer versucht, andere durch seine sonntäglichen Predigten mit seiner Begeisterung anzustecken. „Die alten Texte haben viel mit unserem heutigen Leben zu tun.“

In sogenannten Alpha-Kursen brachte er Interessierten auch die Grundlagen bei, die seiner Meinung nach nötig sind, um die Bibel zu verstehen. „Das Buch ist über 1500 Jahre hinweg entstanden und die Menschen brauchen eine Anleitung, um sie richtig zu verstehen. Vor allem die Aspekte, die nur unter Berücksichtigung der damaligen Zeit nachzuvollziehen sind. Mit den biblischen Texten wird viel Schindluder getrieben. Deshalb ist es nötig, sich um ein richtiges Verständnis der Bibel zu bemühen.“

Eigenen Standpunkt immer hinterfragen

Dabei hinterfrage er seine eigenen Auffassungen aber auch immer wieder und beschäftige sich intensiv mit Kommentaren, die Autoren zur Bibel geschrieben haben. Zahlreiche Bände finden sich dazu in dem Bücherregal in seinem Arbeitszimmer. Viel Zeit verwendet der studierte Theologe bis heute auch für das Schreiben seiner Predigten. Damit beginne er oft schon montags, am „Pastorensonntag“, und arbeite meist die ganze Woche über an den Texten.

1976 trat er in Stade in Norddeutschland seine erste Pastorenstelle an, seit 2002 ist er in der Schalksmühler FeG tätig. Das Christentum habe sich über die Jahre verändert. „Das Christsein wurde damals viel enger gesehen, das ist heute deutlich offener. Trotzdem sollten Menschen weiter versuchen, die Wegführungen Gottes zu verstehen und einzuwilligen, die vorgezeichneten Wege auch zu gehen.“

Neben den Vorbereitungen für die Feier zum 150-jährigen Bestehen der FeG beschäftigen Martin Schwarz und seine Frau Gudrun auch der bevorstehende Umzug nach Oer-Erkenschwick. In der Nähe wohnt eines ihrer vier Kinder mit seiner Familie. In Recklinghausen gibt es auch eine kleine FeG, die noch nicht lange existiert und in der sich das Ehepaar Schwarz gerne künftig einbringen möchte. „Wir wollen aber vor allem Großeltern spielen und Fahrradtouren im flachen Land unternehmen“, kündigt Schwarz an. Fahrradfahren sei eines ihrer Hobbys, das sich zuletzt, wie er schmunzelnd hinzufügt, im bergigen Sauerland aber nicht ganz so gut ausleben ließ.

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