Imker-Start mit der BeeBox

„Höhle der Löwen“: Familie wagt das Imkern mit Bienenbox aus dem Fernsehen

Familie Eichler, Bienenbox, BeeBox, Schalksmühle
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Sie gehören zu den Neuimkern: Anke und Heiko Eichler haben sich eine easyBeeBox angeschafft und starten so mit dem Imkern.

Honig ist bei Familie Eichler aus dem MK nur Nebensache. In erster Linie geht es den Neuimkern um die Bienen an sich. Mit der Bienenbox, die aus dem Fernsehen bekannt ist, haben sie nun das neue Hobby gestartet.

Schalksmühle – Honig zu erwirtschaften, steht für die beiden Schalksmühler Antje und Heiko Eichler nicht im Zentrum der Bienenhaltung. „Wir wollten etwas für die Natur tun, damit die Bienen erhalten bleiben“, sagt das Ehepaar, das seit Kurzem ein Bienenvolk zu seinen Dauergästen im Garten zählt. „Honig ist bei uns die Nebensache.“

Auf den Imkerverein Halver-Schmidthausen und dessen Vorsitzende Margot Ihne aufmerksam geworden, ergriff das Ehepaar die Gelegenheit, sich von der Bienensachverständigen fachmännischen Rat zur Bienenhaltung einzuholen.

Sicherer Einstieg in die Imkerei-Welt

Die Art der Bienenhaltung in einer easyBeeBox, die einen sicheren Einstieg in die Welt der Imkerei gewährleistet, war dabei auch für Margot Ihne Neuland. Wie sie erzählen, trugen sich Antje und Heiko Eichler, die beide sehr naturverbunden sind und sich im Tierschutz engagieren, schon länger mit dem Gedanken, sich Bienen zuzulegen. Den Ausschlag, den Gedanken in die Tat umzusetzen, gab zu guter Letzt die Fernseh-Show „Höhle der Löwen“, in der ein junges Start-up-Unternehmen seine easyBeeBox für Einsteiger vorstellte.

Unter die Lupe nehmen: Margot Ihne schaut sich die Bienen von Familie Eichler einmal aus der Nähe an.

In dieser Box, der ein Schiebersystem zugrunde liegt, sind der Brutraum und der Behandlungsraum der Bienen durch einen Schieber voneinander getrennt. Kontrollieren kann der Imker das Geschehen durch ein großes Sichtfenster, ohne die Bienen dabei stören und zum eigenen Schutz Schutzkleidung tragen zu müssen. Einen Imkerhut haben sich die beiden Neuimker sicherheitshalber dennoch angeschafft. So wenig wie möglich in die Abläufe in einem Bienenstock eingreifen zu müssen und den Kontakt mit den Bienen auf ein Minimum zu reduzieren, ist das Ziel des Konzepts.

Bienen kommen aus Velbert

Weitere Schieber werden beispielsweise zur Behandlung der Bienen gegen die Varroamilbe eingesetzt. Die Bienen, die jetzt in der Box wohnen und munter durch das Flugloch ein- und ausfliegen, hat sich das Ehepaar bei einem Imker aus Velbert besorgt. Auf Anregung des Schalksmühler Imkers Eberhard Rachui, dessen Rat das Paar einholte, übernahmen Antje und Heiko Eichler das „überzählige“ Volk eines Imkers, der sich ursprünglich drei Bienenvölker anschaffen wollte, sich auf Rachuis Rat jedoch erst einmal für zwei Völker entschied.

„Da ist eine wunderschöne große Königin“, sagt Bienensachverständige Margot Ihne.

Abends, da sonst die Flugbienen unterwegs sind, holten die beiden Schalksmühler ihr Bienenvolk in Velbert ab. „Das war schon aufregend“, erzählen sie. Mit den Bienen und der Box im Auto unterwegs zu sein, sei schon ein spannendes Unterfangen gewesen. „Wir waren hinterher mental und körperlich fertig.“

Neben dem Wildbienenhotel im heimischen Garten Im Dahl haben die Bienen jetzt ihr neues Zuhause gefunden und fühlen sich in dem bienenfreundlichen Garten sichtlich wohl.

Aus nächster Nähe konnte sich Margot Ihne, die den Neuimkern jede Menge Tipps zu Imkerportalen und Weiterbildungsangeboten gab, davon überzeugen. Auf Wunsch öffnete sie die Box, um nachzuschauen, ob die Königin schon Eier gelegt hat und sich das Volk weiterentwickelt. „Da ist eine wunderschöne große Königin“, meinte sie zufrieden. „Die Königin hat Eier gelegt – das Volk wird größer.“

Wenn das Volk gut über den Winter komme, werde der Platz in der Box allerdings knapp. Dann müsse man weitersehen. Feuer und Flamme für die Bienenhaltung, möchten sich Antje und Heiko Eichler auf alle Fälle in Sachen Imkerei weiterbilden und auch dem Imkerverein Halver-Schmidthausen beitreten. „Der Entschluss war eindeutig der richtige“, sagen sie nach der ersten aufregenden Zeit mit ihren neuen Gartenbewohnern.

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