DRK stellt Container für faire Kleidersammlung auf

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Vorsitzender Rolf Maekler vor einem der 15 neuen roten DRK-Altkleidercontainer. Der blau-weiße Aufkleber bestätigt die Genehmigung der Sammlung durch den Märkischen Kreis.

Schalksmühle - Sie sind knallrot und mit einem blau-weißen Aufkleber als genehmigt gekennzeichnet – 15 neue Altkleidercontainer stellte das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Schalksmühle in den vergangenen Wochen im gesamten Gemeindegebiet auf.

Das blau-weiße Schild weist das DRK als Kooperationspartner des Märkischen Kreises aus, der im vergangenen Jahr eine Vereinbarung mit karitativen Altkleidersammlern getroffen hat. Angesichts von zahlreichen illegalen Kleidersammlungen soll die Kooperation für Bürger und Wohlfahrtsverbände klare Verhältnisse schaffen.

Mit der Vereinbarung sichere die Kooperationspartner zu, dass sie bei der Sammlung und Verwertung mit einem zertifizierten Fachunternehmen zusammenarbeiten. „So wird sicher gestellt, dass die Kleider auf korrekten Wegen weiter verarbeitet und vertrieben werden“, erklärt Hans-Joachim Grevers, der zuständige Sachbearbeiter der Unteren Abfallwirtschaftsbehörde des Kreises.

Die Kreisverwaltung empfiehlt den Bürgern, nur die mit dem blau-weißen Schild gekennzeichneten Container für die Kleiderspenden zu benutzen, wenn man sicher gehen möchte, dass die Kleider legal und auf ökologisch vernünftigen Wegen verwertet werden.

Da das DRK Schalksmühle für eine selbstständige Verwertung zu klein ist, übernimmt ein externes Unternehmen die Wartung und Leerung der Container sowie den Vertrieb der Altkleider. „Pro Kilo erhält das DRK 23 Cent als Gewinnabschöpfung“, erklärt DRK-Vorsitzender Rolf Maekler. Früher habe das DRK mit einer anderen Firma zusammengearbeitet, wo aber zu wenig für den Verein übrig blieb.

Die Container des DRK werden wöchentlich geleert, in den vergangenen Wochen sind so rund 13 Tonnen zusammen gekommen. Maekler weist darauf hin, dass das DRK keine Haustürsammlungen oder Altkleidersäcke anbietet. „Es werden oft Handzettel verteilt, die auf Haustürsammlungen hinwiesen. Das sind aber in den meisten Fällen illegale Sammlungen, die nicht unterstützt werden sollten.“

Die gesammelten Kleider werden laut dem Vorsitzenden zunächst sortiert. „Was gut ist, wird nach Afrika verschickt, wo die Kleidung für kleines Geld weiter verkauft wird. Was nicht mehr gut ist, wird geschreddert und als Stoffreste verarbeitet.“ Damit werde dem Kreislaufwirtschaftsgesetz entsprochen, welches verlangt, dass die Kleider dem Wirtschaftskreislauf wieder zugeführt werden. Das DRK ist mit der Kooperation mit dem Kreis zufrieden. „Damit ist die Sammlung von Altkleidern auf rechtlich sichere Füße gestellt“, sagt Maekler.

Von Alisa Kannapin

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