Letzte Fahrt mit dem Bürgerbus

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Lazarka Menz (Mitte) wurde von Harry Haböck (links) und Karl-Friedrich Junker (rechts) verabschiedet.

Schalksmühle - Fast fünfzehn Jahre saß sie ehrenamtlich hinterm Steuer: Lazarka Menz, in den vergangenen drei Jahren die einzige Fahrerin des Bürgerbusses, wurde am Montag von dem Verein in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.

Die 70-Jährige überschreitet demnächst die Altersgrenze und muss daher ihre Aktivität für den Verein beenden. Ob sie weiterfahren würde, wenn die Altersgrenze nicht wäre? Menz ruft aus: „Ja! Oh ja! Mir hat das Spaß gemacht. Wenn ich dürfte, würde ich noch weiter fahren.“

Sich für das Ehrenamt zur Verfügung zu stellen, war für sie selbstverständlich, als sie am 5. April 2002 dem Bürgerbusverein beitrat. „Ich habe in der Zeitung gelesen, dass sie Fahrer suchen und habe mich daraufhin gemeldet“, erzählt Menz. Sie arbeitete bereits als Busfahrerin, deshalb lag die Entscheidung für sie nahe. „Man fährt ja auch nur zwei Mal im Monat, im Sommer drei Mal“, sagt Menz.

Zuerst hatte sie sich dafür noch freinehmen müssen. Seit der Bürgerbus auch samstags fährt, übernahm sie die Dienste an diesen Tagen. „Sie wohnt mittlerweile in Lüdenscheid und ist dem Bürgerbus in Schalksmühle trotzdem treu geblieben“, betont Harry Haböck, erster Vorsitzender des Vereins. „Es ist schön, dass sie noch fit ist und bis fast 71 noch fahren konnte“, fügt er hinzu.

Fehlen werden Lazarka Menz vor allem die Menschen, die im Bürgerbus mitfahren: „Man kennt sich und wir reden uns mit Vornamen an. Im Bus hört man immer, was in Schalksmühle gerade alles passiert.“ Aktuell hat der Bürgerbus 17 Fahrer, Interessierte sind immer willkommen.

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