Everinghausen: „Weg zum Bus ist gefährlich“

Viele Autofahrer fahren auf der Heedfelder Landstraße schnell – Eltern aus der Ortschaft Everinghausen haben daher Sorge um ihre Kinder, die zu Fuß zur Bushaltestelle auf der anderen Straßenseite gehen. Daher will die Gemeinde nun handeln. ▪ Clever

SCHALKSMÜHLE ▪ Autos rasen über die Heedfelder Landstraße. Links, rechts, links. Die Kinder schauen, dann rennen sie schnell über die Straße. Jeden Morgen auf dem Weg von Everinghausen zur nächsten Bushaltestelle am Gewerbering spielen sich ähnliche Szenen ab. Deshalb will die Gemeinde kurzum handeln und eine Lösung finden.

„Der Weg zum Schulbus ist extrem gefährlich“, sagt Silvia Metzner. Deshalb bringt sie ihre zehnjährige Tochter Charlotte lieber zur Haltestelle an den Gewerbering beziehungsweise zur Grundschule Spormecke, von wo aus sie dann zum Rathausplatz in Schalksmühle fährt, um dann in den Bus nach Halver zum Anne-Frank-Gymnasium umzusteigen. Mittags dann wieder das gleiche Spiel. „Wir wünschen uns, dass zusätzliche Kleinbusse eingesetzt werden“, erklärt Metzner. Diese sollten die Kinder morgens um kurz nach 7 Uhr von Everinghausen zu einer der Haltestellen bringen und mittags wieder zurück. „In Schalksmühle gibt es keine Schule mehr, wo Kinder nach der vierten Klasse eingeschult werden können – daher müssen sie morgens früher raus.“ Große Bauarbeiten zur Verkehrssicherung oder ähnliches will die Mutter gar nicht. Sie wünscht sich will mehr, sollten dementsprechend Kleinbusse eingesetzt werden. „Das wäre die eleganteste Lösung.“

Von einer „unschönen Stelle“, sprach Anja Wolf im Gespräch mit unserer Zeitung. Allerdings sei es nur schwer möglich bauliche Maßnahmen durchzuführen, sagte die Leiterin des Fachbereiches für Rat, Personal und öffentliche Ordnung. Allerdings habe es schon eine Ortsbegehung mit Polizei, Straßenverkehrsamt, dem Schul- sowie Ordnungsamt gegeben, um nach einer Lösung zu suchen. „Wir sind ziemlich beschränkt in unseren Möglichkeiten, werden aber handeln.“ Mehr könne sie nicht sagen, weil „noch nichts in trockenen Tüchern“ ist. Unter anderem stehe noch eine Stellungnahme aus.

„Wir versuchen fast alles möglich zu machen, wir haben aber zahlreiche Wünsche im Gemeindegebiet“, sagte Gisela Weiland, Leiterin des Fachbereiches für Schule, auf die Frage, ob ein Kleinbus eingesetzt werden soll. Die Verwaltung rechnet innerhalb der kommenden Wochen mit einer Entscheidung, durch die die Kinder sicherer von Everinghausen zur Bushaltestelle kommen. ▪ Matthias Clever

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