Mehr Mobilität und Sicherheit - Schalkmühler sollen aufgeweckt werden

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Im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche sollen auch in Schalksmühle alle Verkehrsteilnehmer zum Thema nachhaltige Mobilität angesprochen werden. Die Verkehrsteilnehmer sollen dabei unter anderem füreinander sensibilisiert werden.

Schalksmühle - Seit 2002 haben Kommunen im Rahmen der sogenannten Europäischen Mobilitätswoche (EMW) die Gelegenheit, ihre Bürger für das Thema nachhaltige Mobilität zu sensibilisieren. In diesem Jahr nutzt die Gemeindeverwaltung zum ersten Mal über den Märkischen Kreis als Unterstützer dieses Angebot der Europäischen Kommission und bringt damit vom 16. bis 22. September Bewegung auf Schalksmühles Straßen.

„Es geht darum, Mobilität in jeder Form zu fördern“, erklärt Linda Weiland, Gemeindemitarbeiterin im Sachbereich Bildung, Kultur und Sport. Bereits seit Mai dieses Jahres sitzt sie zusammen mit der Fachbereichsleiterin für Bürgerdienste und Soziales, Silvia Gonzalez, an der Planung der Woche. Unter dem Motto „Geh mit“ soll vor allem auf den Fußverkehr aufmerksam gemacht werden. „Wir wollen mit verschiedenen Aktionen die Bevölkerung aufwecken.“ 

Sicher zu Fuß unterwegs: Gerade für Kinder und Senioren können die Straßen Gefahren beinhalten.

Grundgedanke der Woche ist es laut des Bundes-Umweltamtes, unter dessen Schirmherrschaft das Projekt in Deutschland läuft, dass die Bürger innovative Verkehrslösungen ausprobieren können und dass mit kreativen Ideen für das Thema in den Kommunen geworben wird. Als Beispiele könnten Parkplätze umgenutzt, Fuß- und Radwege eingeweiht, E-Autos getestet oder Schulwettbewerbe initiiert werden. In Schalksmühle möchte man mit den Kindergartenkindern, den jüngeren Schülern und den Erwachsenen/Senioren möglichst viele Gesellschaftsteile ansprechen. „Wir wollen mit den Kindergärten das Verkehrszeichen 325, das Spielstraßen-Schild, zum Beispiel an der Mühlenstraße aufmalen und mit den Kindern über den Straßenverkehr sprechen“, erklärt Silvia Gonzalez. So sollen sowohl die Autofahrer, als auch die Kindergartenkinder für den jeweils anderen sensibilisiert werden.

Verkehrsstau durch Elterntaxis

An den Schulen hingegen soll vor allem das Problem mit den sogenannten Eltern-Taxis angegangen werden, sagt Linda Weiland. So soll etwa für die Schüler der Grundschule Spormecke auf dem Schützenplatz in Heedfeld ein Haltepunkt entstehen, von dem aus sie bis zu ihrer Schule zu Fuß gehen können. Ziel sei es, diesen Platz dauerhaft einzurichten, heißt es. „Die frische Luft wird den Kindern gut tun und wir zeigen, dass Laufen auch cool ist.“ An der Primusschule, wo die Straße Im Schlah und der untere Parkplatz allmorgendlich durch Elternautos verstopft werden, soll der Jahnsportplatz Abhilfe schaffen. „Dort ist viel Platz zum Halten und Wenden und die Kinder können auf der linken Gehwegseite sicher zur Schule hochlaufen“, so Silvia Gonzalez. Die Kinder sollen auf diesem Weg auch begleitet werden. 

Neben den kleinen Verkehrsteilnehmern nehmen die Verantwortlichen auch die Erwachsenen in den Fokus. Da gerade das Bus-Fahren für viele ältere Schalksmühler ein Problem darstellt, wird es gemeinsam mit der Märkischen Verkehrsgesellschaft (MVG) ein Rollator-Training geben. „Wir hoffen, dass viele Senioren teilnehmen, sie so mehr Sicherheit auf der Straße bekommen und sie sich wieder trauen, in den Ort zu kommen.“

Sicherheit auf dem Fahrrad 

Ein weiterer Punkt soll ein Fahrradsicherheits-Training für Erwachsene werden. Die Idee stammt vom Runden Tisch der Flüchtlingshilfe Schalksmühle. Dort hat man festgestellt, dass viele Flüchtlinge zwar Fahrradfahren können, sie aber die Verkehrsregeln nicht kennen. Deshalb soll generell für alle Schalksmühler die Möglichkeit geschaffen werden, ihr Wissen aufzufrischen. Zur Durchführung dieses Punktes benötigt die Gemeinde allerdings noch professionelle Unterstützung in Form von Fahrlehrern oder etwa ehemaligen Polizisten. Genauere Details zu den Aktionen in den Kindergärten und Schulen sowie mit den Erwachsenen sollen noch folgen, versprechen die beiden Gemeindemitarbeiterinnen. „Wir sind gespannt, auf welche Resonanz die Woche stößt. Es wäre toll, wenn es nachhaltig wäre, indem mehr Kinder zu Fuß gehen, Senioren sicherer mit dem Rollator und Erwachsene auf dem Fahrrad unterwegs wären“, so Linda Weiland.

Kontakt 

Koordinierungsstelle der EMW ist das Bundes-Umweltamt. Infos vor Ort gibt es bei Silvia Gonzalez unter Tel. 0 23 55/8 42 30, per E-Mail an s.gonzalez@schalksmuehle.de, oder bei Linda Weiland, Tel. 0 23 55/8 42 47 oder E-Mail lweiland@schalksmuehle.de.

Verkehrssicherheitswoche

Die EMW findet vom 16. bis 22. September parallel zur Verkehrssicherheitswoche in Schalksmühle statt. Bei dieser wird es an der GS Spormecke ein Kettcar- und ein Fahrradturnier geben. Der ADAC wird unter anderem durch einen Referenten zum Thema E-Mobilität informieren und der Seniorentanztee im Feuerwehrgerätehaus an der Volmestraße wird dazu speziell gestaltet. Zudem wird es in der kompletten Woche eine ADAC-Ausstellung zur Sicherheit im Straßenverkehr im Rathaus geben.

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