Regionale-Leuchtturmprojekt

Euphorie um Volmetalradweg ist verflogen

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So soll es in einigen Jahren aussehen: Radfahrer sollen entlang der Volme von Schalksmühle nach Meinerzhagen radeln können. Insgesamt wird der Radweg etwa 23 Kilometer lang.

Volmetal - Bereits im Jahr 2014 wurde der Volmetal-Radweg von Schalksmühle nach Meinerzhagen als eines der wichtigsten Regionale-Projekte mit großer Euphorie vorgestellt. Mittlerweile ist diese längst verflogen. 

Es ist ziemlich still geworden um das touristische Leuchtturmprojekt der vier „Oben an der Volme“-Kommunen Schalksmühle, Halver, Kierspe und Meinerzhagen sowie Lüdenscheid, denn die Planungen kommen nur sehr langsam voran. 

„Wir stehen hoffentlich kurz vor der Auftragserteilung der Machbarkeitsstudie“, sagte Oliver Emmerichs, Fachbereichsleiter Bauverwaltung der Gemeinde Schalksmühle und Projektbeauftragter der fünf Kommunen, am Montag in der Ratssitzung auf Anfrage von UWG-Politiker Erhard Fischer. In enger Abstimmung mit dem Landesbetrieb Straßen.NRW als Baulastträger solle möglichst zeitnah ein Planungsbüro beauftragt werden. 

Eröffnung ursprünglich für 2020 geplant 

Gegenüber der bislang letzten Berichterstattung Mitte August hat sich damit nur wenig getan. Mit Ergebnissen dürfte nicht vor der zweiten Jahreshälfte 2018 zu rechnen sein. Wann Radfahrer und Skater erstmals die kompletten rund 23 Kilometer vom Bahnhof in Schalksmühle bis zum Bahnhof in Meinerzhagen werden fahren können, ist damit weiterhin offen. 2020 wurde bei der Projektvorstellung als angepeiltes Eröffnungsjahr genannt. Dieses Zeitfenster dürfte bei einer veranschlagten Gesamtbauzeit von drei Jahren kaum noch zu halten sein.

Erst wenn die Ergebnisse der Studie vorliegen und ausgewertet sind, steht für einen Großteil der geplanten Strecke fest, wo die Arbeiten zeitnah beginnen können, wo noch Probleme zu lösen oder Gespräche mit Grundstückseigentümern über den Ankauf von benötigten Flächen zu führen sind. 

Dies müssen alle fünf beteiligten Kommunen für ihr Gemeindegebiet erledigen, denn für die Detailplanung und Baudurchführung der „straßenfernen“, also nicht entlang der B 54 verlaufenden Teilstücke, sind sie in Eigenregie verantwortlich. Erst wenn dies erfolgt ist, steht endlich der exakte Trassenverlauf fest. 

Teilweise entlang der Bahnstrecke 

Auf dem knapp fünf Kilometer langen Teilstück zwischen Schalksmühle und Lüdenscheid-Brügge beispielsweise soll die Trasse in einem bundesweit seltenen Nebeneinander von Zug- und Radverkehr über das zweite, stillgelegte Bahngleis verlaufen. Dabei soll auch ein vorhandener Tunnel genutzt werden. Ob dies tatsächlich möglich ist, wird die Studie ebenfalls zeigen.

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