Erweiterung des OGS-Angebots

Durchatmen an der Spormecke - Erweiterung des OGS-Angebots weiterhin im Blick

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Schalksmühle - Gemeinde und Schulleitung sprechen weiter über den Ausbau des OGS-Angebost an der Grundschule Spormecke in Schalksmühle. 

Die Grundüberlegung von Gemeindeverwaltung und Leitung der Grundschule Spormecke bleibt die Gleiche: „Für die Dauer des täglichen Aufenthaltes [...] steigt mit zunehmendem Ausmaß der Ganztagsbetreuungsbedarf.“ Doch die zur Erweiterung des OGS-Angebotes geplanten räumlichen Umbaumaßnahmen und auch pädagogischen Richtungswechsel bereiten allen Beteiligten weiterhin Probleme. 

Zumindest vorerst kann jedoch durchgeatmet werden. Nach den vielen Diskussionen und Rückschlägen durch Statik- und Denkmalgutachten geriet die Planung ins Stocken. Es stand fest, dass mit den bisher vorgelegten Entwürfen das vorgestellte Raumkonzept nicht umsetzbar ist. Die Verwaltung war in den bisherigen Überlegungen davon ausgegangen, dass ein Ausbau des Dachgeschosses im Neubau ausreichend sein könnte. Schulleiter Ralf Gensmann bat daraufhin in einer gemeinsamen Sitzung der Ausschüsse für Kinder, Jugend und Schule sowie Bauen und Planung Ende September um mehr Bedenkzeit bat. 

Einige wesentliche Fortschritte

Zwischenzeitlich gab es nun einige wesentliche Fortschritte, von denen Anja Wolf, die zuständige Fachbereichsleiterin, am Mittwoch in einer weiteren Sitzung des Ausschusses für Kinder, Jugend und Schule, aufzeigte. „Wir sind noch nicht so weit, dass wir sagen können, wie wir es haben wollen. Aber es gab in der vergangenen Woche ein konstruktives Gespräch zwischen Herrn Gensmann, Elternvertretern, der Politik, OGS-Träger und der Verwaltung.“ 

Dabei sei der Tenor, dass für die Schule ein einvernehmliches Konzept erarbeitet werden muss, geblieben. „Das gestaltet sich aber schwieriger, als gedacht“, musste Wolf eingestehen. So viel sei klar: Der Umbau werde sich verzögern. „Doch das ist nicht so schlimm, da wir im Schuljahr 2020/21 an der Grundschule nur eine Klasse einschulen werden. Das verschafft uns Luft bis einschließlich Schuljahr 2023/24, um die Ergebnisse aus dem Gespräch zu vertiefen.“ 

Transparenz schaffen sei weiterhin das Ziel

Zudem habe man sich darauf einigen können, einen Lenkungskreis einzurichten, für den alle Beteiligten ihr Engagement zugesagt hätten. Das Ziel soll weiterhin sein, Transparenz zu schaffen. Bei sämtlichen Planungen zu berücksichtigen sei auch die öffentlich angekündigten politischen Bestrebungen, einen Rechtsanspruch auf einen OGS-Platz ab 2025 gesetzlich zu verankern. Bauliche Maßnahmen müssten so frühzeitig geplant werden. Da in diesem Zusammenhang finanzielle Förderungen in Aussicht gestellt wurden, rate die Verwaltung, das Raum- und Betreuungskonzept umfassend zu überarbeiten. Vor diesem Hintergrund sollten bauliche Veränderungen erst festgelegt werden, wenn die Rahmenbedingungen endgültig feststehen. Eventuell sollte für die Erarbeitung des Konzeptes zudem externe Unterstützung in Anspruch genommen werden. 

Dazu wird empfohlen, einen entsprechenden Betrag in den Haushalt für 2020 einzusetzen. Des weiteren, so Anja Wolf, soll die Schulleitung kurzfristig den OGS-Bedarf für kommendes Jahr abfragen – für eine konkrete Planung und mehr Sicherheit. Mit den Vorschlägen der Verwaltung und der Forderungen von Bürgermeister Jörg Schönenberg, erst einen vernünftigen Rahmen für die Planung zu schaffen und den Rat auf eine endgültige Lösung bis Sommer 2020 zu drängen, zeigte sich auch der Schulleiter zufrieden. „Der Schlüsselsatz, dass wir Nachhaltigkeit erzielen wollen, bleibt stehen. Doch dafür brauchen wir Zeit für die Planung.“ 

Betreuungs- und Raumkonzept überarbeiten

Die Ausschussmitglieder fassten die Beschlussempfehlung an den Hauptausschuss und den Rat, in Abstimmung mit der Schulleitung das Raum- und damit zusammenhängend auch das Betreuungskonzept zu überarbeiten. Zudem wurde beschlossen, dass Mittel für Planungskosten für den Dachbaubodenausbau in kleinerer Variante von 350 000 Euro sowie für pädagogische Konzeptionen in den kommenden Haushalt einzustellen. Dem Rat sind über Einbindung der Fachausschüsse als Grundlage für die Beantragung eventueller Fördermittel bis zur Frühjahrssitzung 2020 (voraussichtlich Ende März 2020) entsprechende Ergebnisse vorzulegen.

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