Glörtalsperre: Ertrunkener Junge soll obduziert werden

SCHALKSMÜHLE - Sie haben ihr Bestes getan – dennoch kam jede Hilfe zu spät: Die Einsatzkräfte der Feuerwehr aus Breckefeld stehen unter Schock. Ein 15-jährige Junge ist in der Glör am Mittwoch ertrunken.

15-Jähriger ertrinkt in der Glörtalsperre

Badeunfall Schalksmühle

Tödlicher Badeunfall an der Glörtalsperre: Aus bisher unbekannter Ursache ist am Mittwochmittag ein 15-jähriger Junge aus Hagen beim Baden untergegangen und konnte erst nach rund 45 Minuten von Tauchern der Feuerwehr aus dem Wasser gezogen werden.

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„So was bleibt nicht im Zeug hängen“, sagt Norbert Lohoff, der den Einsatz an der Glörtalsperre leitete. Seit mehr als 40 Jahren ist der heutige Stadtbrandinspektor der Feuerwehr Breckerfeld bei den Blauröcken aktiv – einen solchen Einsatz hatte er an der Glör noch nie. Vor allem, dass es sich um ein Kind handelte, war für ihn besonders tragisch. „Das geht immer besonders nah und wird mich und die Kameraden noch lange beschäftigen – vor allem, wenn man selbst Kinder hat.“

Warum der Hagener, der mit seiner Schulklasse einen Wandertag machte, in der Nähe der Schwimmerinsel unterging und nicht wieder auftauchte, ist bisher unklar. Der Junge soll nun obduziert werden, erklärte Oberstaatsanwalt Wolfgang Rahmer auf Anfrage unserer Zeitung.

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Indes ist klar, warum die Suche nach dem Jungen so lange dauerte: An der Unfallstelle ist das Wasser rund vier Meter tief und extrem trüb. Die Breckerfelder Feuerwehrleute, die sich ihre Ausrüstung auszogen und nur in Unterwäsche bekleidet nach dem Jungen suchten, waren ohne Taucherausrüstung machtlos. Auch die Taucher der Hagener Feuerwehr sahen unter Wasser – nach Auskünften der Polizei – nur sehr wenig.

An dem Abschnitt, an dem die Schulklasse ins Wasser ging, befindet sich eine Rettungsstation der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). „In der Regel ist die Rettungswache von Mai bis September an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen von 9 bis 20 Uhr besetzt. Nur zu diesen Zeiten ist das Baden erlaubt“, heißt es auf der Internetseite des Regionalverbandes Ruhr (RVR), der sich mit der „Freizeitschwerpunkt Glörtalsperre GmbH“ um die Glör und das Umfeld kümmert. - mc

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