Erstmals Lieder auf Bühne der Theaterwerkstatt

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Für das Ensemble der Theaterwerkstatt Schalksmühle um Regisseurin Ingrid Kämper (5.v.l.) hat längst die heiße Phase der Vorbereitungen auf die Premiere am 6. November begonnen. ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ Nach Dürrenmatt folg nun Molière: „Der eingebildete Kranke“ ist das Stück, das sich das Ensemble der Theaterwerkstatt Schalksmühle für dieses Jahr vorgenommen hat. Seit Ende April proben die elf Schauspieler unter der Regie von Ingrid Kämper jeden Montag im PZ Löh.

So langsam steigt die Nervosität   und die Zahl der wöchentlichen Probentermine. Denn am 6. November feiert das Stück Premiere.

In ihrer 22. Produktion hat sich die Theaterwerkstatt nach „Tartuffe“ (1991) zum zweiten Mal ein Stück von Molière ausgesucht. „Der eingebildete Kranke“ ist eines der berühmtesten und gleichzeitig das letzte Werk des Autors. Für die Inszenierung in Schalksmühle verspricht Ingrid Kämper eine Modernisierung der mehr als 300 Jahre alten Komödie. Das Team der Theaterwerkstatt hat ein wenig gekürzt – und wird zum ersten Mal überhaupt auch mit Gesang arbeiten. „Das Stück eignet sich gut dafür“, sagt Ingrid Kämper. Die Texte für die Couplets hat Rainer Gundlach verfasst. Er wird in dem Stück als Monsieur Purgon zu sehen sein, dem Arzt des „eingebildeten Kranken“ Argan. Diesen spielt Uwe Baumann, der schon in vielen Inszenierungen der Theaterwerkstatt dabei war.

Diesmal ist er als reicher Hypochonder zu sehen, der immer wieder Ärzte findet, die seine eingebildeten Krankheiten gegen entsprechende Bezahlung behandeln. So ein Arzt als Schwiegersohn käme ihm das gerade recht. Allerdings hat seine Tochter Angelique (Claudia Baumann) sich bereits in einen anderen verliebt. Und so entwickelt sich ein bunter Reigen um Krankheit und Tod, Liebe und Leiden, Vertrauen und Betrug.

Marcus Schwarz als Thomas Diafoirus, dem vermeintlichen Verlobten Angeliques, und Leonie Thewes als Argans zweite Tochter Louison, sind das erste Mal auf der Bühne der Theaterwerkstatt zu sehen. In weiteren Rollen agieren Hendrik vom Heede, Marianne Gies, Leonie Thewes, Sven Schneider, Jan-Arne Heyrock, Felicitas von Biedersee und Simone Thewes. Ganz wichtig für das Ensemble sei auch die Souffleuse Beate Leyendecker, betont Ingrid Kämper. Gundlach nimmt sogar den Weg aus Hannover für die Proben und die Aufführungen auf sich. Darüber hinaus gibt es noch einige helfende Hände hinter der Bühne, die sich um den Bau der Kulissen oder das Nähen von Kostümen kümmern. Ein Teil der Kleider stammt aber auch aus dem Fundus des Lüdenscheider Kulturhauses. ▪ gör

Aufführungen sind am 6. November um 19.30 Uhr, am 7. November um 17 Uhr sowie am 20. November um 18 Uhr, jeweils im PZ Löh. Eintrittskarten gibt im Bürgerbüro des Rathaus, Vorbestellungen sind unter Tel. 02355/840 möglich. Der Eintritt kostet zwölf Euro (ermäßigt neun/sechs Euro).

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