Tag der offenen Tür im Archiv des Vereins für Geschichte und Heimatpflege

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Großer Andrang herrschte am Sonntag beim Tag der offenen Tür des Vereins für Geschichte und Heimatpflege.

Schalksmühle - Großen Zuspruch fand am Sonntag der Tag der offenen Tür im Archiv des Vereins für Geschichte und Heimatpflege. Erstmals gewährte die Archivgruppe des Vereins der breiten Öffentlichkeit Einblick in ihre umfangreichen Sammlungen.

Den ganzen Tag über herrschte in den Archivräumen, die für jedermann frei zugänglich waren, reger Betrieb und geschäftiges Treiben. Besucher jeden Alters nutzten die Gelegenheit, die ausgestellten Exponate in Augenschein zu nehmen, Fragen zu stellen und sich einen Überblick über die historischen Zeugnisse vor Ort zu machen. 

Reiner Rutenbeck, Ansprechpartner Bildarchiv und Geschichtsdaten

Freudig überrascht zeigten sich denn auch Bernardine Holthaus als Ansprechpartnerin im Archiv und Reiner Rutenbeck (Bildarchiv und Geschichtsdaten) über die große Resonanz auf das Angebot. Alle Helfer einschließlich des Freundeskreises Bauernhaus, der sich um die Verpflegung der Besucher kümmerte, hatten alle Hände voll zu tun, den Archivtag zu stemmen. Nebenbei durfte sich der Archivkreis auch noch über neue Exponate wie altes Handwerkzeug eines Polsterers, das Manfred Koch aus Heedfeld zur Veranstaltung mitbrachte, freuen. „Das stand Jahrzehnte in der Ecke“, meinte der Schalksmühler. „Mein Vater – Jahrgang 1912 – war Polsterer.“ 

Mit viel Liebe und großem Aufwand hatte die Archivgruppe eine sehenswerte Ausstellung, die einem Gang durch ein Museum gleichkam, für ihren ersten Tag der offenen Tür zusammengestellt. Kindheitsträume wurden beispielsweise bei nostalgischem Spielzeug wahr. Angefangen bei einer alten Puppenstube aus dem Hause Max Kettler – auf das Jahr 1925 datiert – bis zu einem entzückenden Spielzeugofen, Kreiseln, einer Postkutsche mit vier Pferden und einem Bauernhofwagen mit Heu reichte die Zeitreise in die Kindheit früherer Zeiten. „So etwas hab’ ich auch noch gehabt“, war von Besucherseite zu hören. 

Ob Bücher, alte Schriftstücke oder Fotoapparate: Jeder entdeckte für sich etwas Besonderes. Im großen Gemeinschaftsraum, wo der Freundeskreis Bauernhaus Kaffee, selbst gebackenen Kuchen, Eiserwaffeln, Schmalzbrote und Bockwürstchen servierte, präsentierte Werner Lausberg Dampfmaschinen-Modelle, von denen er einige selbst gebaut hatte. Über alte Handwerksgeräte und Werkzeuge wusste Wilhelm Ruhnke den Besuchern viel zu erzählen. 

Tag der offenen Tür beim Geschichts- und Heimatverein

Ein uraltes, ins 14. Jahrhundert datiertes Hufeisen symbolisierte das bäuerliche Leben. Alte Bügeleisen ließen erahnen, wie sich Hausfrauen einst mit der Wäsche abmühten. Von Radios bis zu Steckern reichte die immens breite, umfangreiche Palette der Exponate.

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