Ein Wochenende mit Papa spielen

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Viel Spaß hatten die Mädchen und Jungen beim ersten Spormecke-Camp, denn sie hatten ein Wochenende lang ihren Vater für sich alleine.

Schalksmühle - Wer am Samstag die Tür zur Grundschule Spormecke öffnete, wurde bereits im Treppenhaus von lauten Sägegeräuschen, Musik und Kinderlachen empfangen. Fast 50 Kinder und 40 Väter nutzten das Wochenende, um beim ersten Spormecke-Camp dabei zu sein.

Ein ganzes Wochenende etwas mit dem Papa zu unternehmen, ist leider für viele Kinder echter Luxus geworden. Und genau das wollte Schulleiter Ralf Gensmann mit seinen Mitstreitern ändern. „Es geht beim Spormecke-Camp darum, dass die Kinder Zeit mit ihren Vätern verbringen können“, erklärt der Schulleiter. Die Jungen und Mädchen können dabei einiges auf die Beine stellen, Ergebnisse sehen und vieles sehr selbstständig machen.

Bereits um 10 Uhr fanden sich die Papas mit ihrem Nachwuchs in der Schule ein und machten sich sofort an die Arbeit. Zuerst mussten Zelte aufgebaut werden, denn das Übernachten gehörte zum Spormecke-Camp genauso dazu, wie das Grillen, eine Nachtwanderung und ein Frühstück am Sonntagmorgen, zusammen mit den Müttern. „Es war etwas schwierig, die Heringe für die Zelte in den Boden zu bekommen“, lacht Ralf Gensmann, denn wegen der ungemütlichen Witterung wurde das Zeltlager in der Turnhalle aufgeschlagen – natürlich ohne Verankerungen im Hallenboden.

Spormecke-Camp 2019

Nachdem die Betten und Schlafsäcke an ihrem Platz waren, konnten die Kinder sich eigene Buttons mit ihrem Namen anfertigen. Und dann ging es auch schon mit der eigentlichen „Arbeit“ los. Im Forum gab es nicht nur Getränke und die Möglichkeit, sich zu einem ruhigen Gespräch zurückzuziehen, dort wurde auch die Murmelbahn gebaut.

„Dabei waren mehr Väter beschäftigt als Kinder“, grinst Ralf Gensmann und fügt hinzu: „Dabei werden die Erwachsenen manchmal wieder zu Kindern. Ich denke aber, ich hätte es genauso gerne gemacht“. Wer nicht mit an der Murmelbahn bauen wollte, konnte Kreisel basteln oder ein Stockwerk höher im Werkraum bei den Holzarbeiten mithelfen.

Dort wurde ein großes Holzschild mit der Aufschrift „Spormecke-Camp 2019“ angefertigt, das im Außengelände der Schule an die erste Aktion dieser Art erinnern soll. Wem auch das Werkeln nicht lag, der konnte zur Musik tanzen oder mitsingen, als einer der musikalischen Väter sich ans Klavier setzte, in der Sporthalle mit den anderen Kindern und Eltern spielen oder sich einfach in sein Zelt zurückziehen. „Alle Angebote können von den Kindern angenommen werden, müssen aber nicht“, erklärt der Schulleiter das Konzept.

Vieles wurde an dem Wochenende auch spontan entschieden. So wurde kurzfristig ein Kreiselwettbewerb ins Leben gerufen. Damit der Gewinner auch etwas bekommt, druckte Ralf Gensmann noch schnell eine Urkunde am Computer aus. Unterstützt wurde der Schulleiter von Dirk Nipkow, der ähnliche Veranstaltungen aus dem Heedfelder Kindergarten kennt und das Konzept zusammen mit Gensmann und mit Unterstützung von Udo Broßain, der sich auch im Werkraum um die Kinder kümmerte, umsetzte.

„Den Kindern soll etwas mit auf den Weg gegeben werden, und die Gemeinschaft soll dadurch gestärkt werden“, ergänzt Dirk Nipkow, der selbst einen Sohn an der Schule hat. Da die Väter ebenso begeistert vom Spormecke-Camp waren, wie die Kinder, wird einer zweiten Auflage im kommenden Jahr wohl nichts im Weg stehen.

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