Normalität auf dem Bahnhofsplatz

Erstes Open-Air-Konzert in Schalksmühle 

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Lovely Dirt unterhielten am Samstag mit Jazz und Blues die Besucher auf dem Platz an der Bahnhofstraße.

Das erste Open-Air-Konzert kommt bei den Besuchern gut an. Lange waren solche Veranstaltungen nicht möglich, am Wochenende wurde auf dem Bahnhofsplatz

Schalksmühle – „Die Leute saugen die Sonne und die Musik auf“, zeigt sich Christian Breddermann mit der viertägigen Eröffnungsfeier zu seinem neuen Kunst- und Kulturcafé zufrieden. Nachdem am Freitag der Hagener Sänger Björn Nonnweiler die große Bühne auf dem neuen Platz an der Bahnhofstraße betrat, spielten am Samstag dort „Lovely Dirt“ Jazz und Blues.

Das neu gestaltete Areal für die Party zu nutzen, bot sich an. „Die Pandemie macht es nicht gerade einfacher“, gesteht der Cafébesitzer. „Es sollten sich nicht so viele Besucher drinnen drubbeln, deshalb ergab sich die Idee, das auch nach draußen zu verlagern“. Und wenn dort schon mal alles aufgebaut ist, sollte man es auch gleich vier Tage nutzen, dachte sich Breddermann.

Bauhof hilft bei Kontrollen

Der Platz wurde mit der Unterstützung des Bauhofs abgesperrt, Bühne, Bierwagen und Tische aufgestellt, und der Zugang mit einer Einlasskontrolle versehen. „Wir haben nur Geimpfte, Genesene und Getestete durchgelassen, weil wir auch den Innenbereich genutzt haben“. Das Testzentrum vom Sanitätshaus Mischnick schloss dafür seine Türen auch extra etwas später. 135 Besucher durften maximal zeitgleich mitfeiern.

Maximal 135 Besucher durften sich an der Feier beteiligen. Die Stimmung am Samstagabend war blendend – bis der Regen einsetzte.

Bis am Samstagabend ein Regenschauer aufzog, waren die aufgestellten Tische durchgehend besetzt, während auf der überdachten Bühne Lovely Dirt für beste musikalische Unterhaltung sorgte. Für die Band war es der erste gemeinsame Auftritt seit Herbst 2019. In der Zwischenzeit haben sie lediglich zusammen geprobt. Und selbst das war nicht nur wegen der Pandemie eine logistische Leistung für die Musiker. „Wir haben uns alle im Lüdenscheider Panoptikum bei den Jamsessions kennengelernt. Mittlerweile wohnen wir aber alle in verschiedenen Städten“, sagt Gitarrist Alexander Kranich, der selbst in Hamburg studiert. Axel Reichert und Jan Kallweit, die Klavier und Saxophon spielen, leben in Aachen, Sängerin Natascha Winter kommt aus Essen, Schlagzeuger Marco Lill aus Herscheid und der Mann am Kontrabass, Max Jalaly, ist Lüdenscheider.

Musik unter freiem Himmel

Während des Lockdowns wurde das Proben zu einer zusätzlichen Herausforderung. „Wir sind ja ein Sextett. Das haben wir dafür in zwei Trios aufgeteilt, die unabhängig voneinander geprobt haben“, erklärt der Gitarrist. „Die eine Hälfte der Band hat ihre Probe aufgenommen und der anderen geschickt. So konnten wir unseren Probenbetrieb aufrecht erhalten.“ So sind in den letzten Monaten sogar neue Songs entstanden. Sängerin Natascha studiert Musik und hat im Rahmen ihres Studiums Songs verfasst, die als Premiere auch am Samstag in Schalksmühle gespielt wurden. Auch den Besuchern haben die neuen Stücke der Band gefallen, zumindest so lange, bis der Regen kam.

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