„Schalksmühle ist nicht São Paulo und wird es nicht“

Eingefasst in Bäume – so könnte der Rathausplatz nach der Umgestaltung aussehen. Die kleineren Bäume auf dem Platz sollen beweglich sein, damit sie für Veranstaltungen versetzt werden können.

SCHALKSMÜHLE ▪ Eine künstliche Quelle, Bäume als Einfassung und ein anderes Pflaster – dies sind nur einige Ideen des Aachener-Architektenbüros „3+ Freiraumplaner“. Die Planungen im Rahmen der „Regionale 2013“ stellte Professor Norbert Kloeters am Mittwochabend im Rathaus der Öffentlichkeit vor, die direkt ihre Wünsche äußern konnten.

Bevor Kloesters die bisherigen Überlegungen vorstellte, machte er eine Bestandsaufnahme. „Der Rathausplatz macht einen eher öden Eindruck. Schlecht ist, dass die Volme neben dem Platz liegt und nicht erkennbar ist. Für Marktnutzung ist jedes Mal eine Umsetzung der Möblierung nötig“, sagte Kloeters. Außerdem verliere sich das Kiepenlisettken auf dem Platz. Dies soll sich durch ein kleines Podest ändern, dort soll auch eine künstliche Quelle entspringen. Fünf Bäume in versetzbaren Kübeln sollen auf dem Platz stehen, die auch an Markttagen dort bleiben sollen – lediglich für Veranstaltungen könnten diese dann umgesetzt werden. „Schalksmühle ist nicht

São Paulo und wird es nicht“, meinte Norbert Kloeters. Daher appellierte er an die rund 30 Bürger und Politiker, eigene Besonderheiten zu erkennen und diese zu unterstreichen. Dies könnte durch heimische Bäume, die den Platz einfassen und durch Materialien wie Schiefer und Grauwacke geschehen.

Durch die gesamten Maßnahmen soll die Aufenthaltsqualität auf dem Rathausplatz verbessert werden. Mehr Sitzplätze sollen außerdem zum Verweilen einladen. Der Platz soll ein Ort der Kommunikation werden. Dabei soll auch die Eisdiele eine große Rolle spielen. Dazu soll die Sitzfläche durch eine Umordnung der Parkplätze vergrößert werden.

„Ich bin froh, dass ein Wasserlauf über den ganzen Platz vom Tisch ist“, sagte Ludwig Schweig. Bürgermeister Jörg Schönenberg entgegnete, dass es sich lediglich um eine Auftaktveranstaltung handle und daher nichts „vom Tisch“ sei. „Wir befinden uns in einem interaktiven Prozess – jeder kann Vorschläge machen. Vor allem erhoffe ich mir Ideen von vielen Jugendlichen.“ Die Arbeiten sollen 2014 abgeschlossen sein. ▪ mc

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare