Erotische Kunstnacht im ArtiS in Schalksmühle

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Marion Miss-Luig (links) verwandelte ihr Model in eine Schlange. 

Schalksmühle - Mit Bildern, Livemusik, Bodypainting und japanischer Fesselungskunst führte das ArtiS-Team am Freitagabend in der Kulturlounge an der Bahnhofstraße in die Welt der Erotik ein. Sehr gut besucht war der ungewöhnliche, nicht alltägliche Event.

Auf vielerlei Weise stand die künstlerische Umsetzung des Themas im Mittelpunkt. Nahtlos knüpfte die „Erotische Kunstnacht“ an die Tangobilder von Hajo Latzel, in denen knisternde Leidenschaft in bewegten Tanzbildern zum Ausdruck kommt, an.

Parallel zu den Tanzbildern regten Gemälde von Torben Lösenbeck, Konny Halverscheid, Marion Miss-Luig, Mimi Ventura, Julia Schmidtke und Iris Kamp zur Auseinandersetzung mit dem Thema an.

Mal provokant, mal zurückhaltend fielen die gemalten erotischen Impressionen der Künstlerinnen und Künstler aus. Direkt auf die Haut trug Marion Miss-Luig die Farbe beim Bodypainting (Körperbemalung), das sich in Deutschland wachsender Beliebtheit erfreut, auf.

Die Band Pessoa aus Refflingsen bei Iserlohn sorgte für musikalische Unterhaltung.

Für die Ganzkörperbemalung stellte sich eine Freundin der Malerin als Model zur Verfügung. Vor aller Augen verwandelte die gebürtige Anröchterin, die seit 2010 in Lüdenscheid lebt und ihre Bilder unter dem Namen „Milu-Kunst“ präsentiert, ihr Model in ein lebendes Kunstwerk. Schlangen schlängelten sich alsbald über Rücken, Schultern und Brüste. Schlangenbeschuppung vervollständigte die Verwandlung. Sowohl die Künstlerin als auch ihr Model ließen sich erstmalig auf das Abenteuer Bodypainting ein. „Vertrauen ist wichtig“, meinten beide übereinstimmend.

Aus Refflingsen bei Iserlohn kam die Band „Pessoa“, die den Besuchern der „Erotischen Kunstnacht“ aufspielte. In der Besetzung Brigitte Felician Siebrecht (Gesang), Dominique (Mimi) Ventura (Gesang) und Anibal Batista (Gitarre) unterhielten die Musiker mit eigenen Songs, die zwischen den Sparten – Pop, Swing, Blues und Singer Songwriter-Stil – jonglierten.

Iris Kamp stellte bei der erotischen Kunstnacht einige ihrer Bilder aus. 

Mit einer kleinen Auswahl ihrer Arbeiten trug Mimi Ventura auch malerisch zur Annäherung an die Welt der Erotik bei. Auf meditative Weise führte abschließend Emanuel P. Napierala in das japanische Shibari, auch als Japan-Bondage bekannt, ein. Zu asiatischer Musik, die dezent im Hintergrund lief, führte er die Kunst des erotischen Fesselns, jahrhundertealt und heute als Kunstform praktiziert, am „Schlangenmädchen“ von Marion Miss-Luig vor.

Bis in die Deko – Masken und High Heels auf rotem Grund – und das Licht hinein ging das künstlerische Spiel mit der Erotik in vielerlei Facetten. Sogar die Cocktails waren auf den Abend abgestimmt. - MS

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