18-Jährige erstochen

Ermittlungen nach Tötungsdelikt in Reeswinkel dauern an

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Die Ermittlungen zum Tötungsdelikt in Reeswinkel dauern weiter an.

Schalksmühle - Nach dem Tötungsdelikt am vergangenen Donnerstag in Reeswinkel, als ein 41-Jähriger in den frühen Morgenstunden seine 18-jährige Freundin mit einem Messer getötet haben soll, gehen die Ermittlungen der Polizei und der Staatsanwaltschaft Hagen weiter.

„Wir gehen von einer Beziehungstat aus“, sagte Staatsanwalt Bernd Haldorn am Montag auf Anfrage unserer Redaktion. Nach ersten Ermittlungen der Staatsanwaltschaft soll das Paar die gemeinsame Wohnung in Reeswinkel im Februar bezogen haben. In der Tatnacht sei es zu einem Streit zwischen der 18-Jährigen und ihrem 23 Jahre älteren Lebensgefährten gekommen.

Auch ein Auszug der jungen Frau soll dabei zur Sprache gekommen sein. Daraufhin habe der Raumausstatter mit einem Arbeitsmesser auf die 18-Jährige eingestochen. So wies der Leichnam mehrere Schnittverletzungen vorwiegend am Oberkörper auf.

Direkt nach der Tat machte sich der 41-jährige gebürtige Hagener auf den Weg zum Polizeipräsidium in Hagen und sagte den diensthabenden Beamten, er habe in Schalksmühle eine Frau erstochen. Das Großaufgebot an Polizei und Rettungskräften, das sich sofort zur angegebenen Adresse in Reeswinkel aufmachte, fand dort die 18-Jährige, für die zu diesem Zeitpunkt schon jede Hilfe zu spät kam.

Ob Drogen, Alkohol oder Medikamente im Spiel sind, wird ermittelt

Ob der 41-Jährige zum Tatzeitpunkt unter dem Einfluss von Drogen, Alkohol oder Medikamenten stand, konnte die Staatsanwaltschaft am Montag noch nicht sagen. „Wir haben dem Tatverdächtigen eine Blutprobe entnommen, die Ergebnisse der Auswertung liegen noch nicht vor“, sagte Haldorn.

Polizeilich bekannt sei der 41-Jährige den Behörden vor dem Beziehungsdrama in Reeswinkel nicht gewesen. Noch am Freitag wurde der Tatverdächtige dem zuständigen Haftrichter vorgeführt und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

„Wir müssen jetzt zunächst die weiteren Ermittlungsergebnisse abwarten, dann erhält der Verteidiger des Tatverdächtigen Einsicht in die Akten und dann werde ich Anklage erheben“, schilderte Staatsanwalt Bernd Haldorn das weitere Vorgehen.

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