Erholung im eigenen kleinen Garten

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Idyllisch am Hang gelegen ist die Kleingartenanlage Rotthausen mit ihren insgesamt 25 Parzellen. ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ Die Natur im eigenen Garten zu genießen, stellt ein gutes Stück Lebensqualität dar, die jedoch Menschen in Mietwohnungen und Mehrfamilienhäusern oft verwehrt bleibt. Die Lösung: Der Naturliebhaber wird Kleingärtner, zum Beispiel in der Kleingartenanlage Rotthausen in Schalksmühle.

Unterhalten vom Kleingartenverein Rotthausen bietet die idyllisch am Hang gelegene Anlage seit ihrer Errichtung vor 34 Jahren 25 Kleingartenpächtern und ihren Ehepartnern die Möglichkeit, sich zu erholen und neue Energie zu tanken. Bis heute handelt es sich um die einzige Kleingartenanlage in Schalksmühle.

„Derzeit sind bei uns vier Lauben frei und stehen somit zum Verkauf“, erklärt Gartenpächterin Ursula Neuhaus. Auch die eigene Laube der Vorsitzenden des Kleingartenvereins steht zur Disposition – Mitgliedschaft und Engagement im Verein sind grundsätzlich auch ohne den Besitz einer eigenen Laube möglich. Wer sich einen Kleingarten gönnen möchte, muss zunächst investieren. „Die Häuschen auf den Grundstücken müssen erworben werden und kosten zwischen 3500 und 8000 Euro, wobei die auf der Parzelle befindlichen Pflanzen, jedoch nicht das Inventar des Hauses im Preis enthalten sind“, erklärt Ursula Neuhaus.

Durch den Bezirksverband Lüdenscheid, in dem die Schalksmühler Kleingärtner organisiert sind, wird der Wert des jeweiligen Gebäudes taxiert. Der jährliche Mitgliedsbeitrag im Kleingartenverein Rotthausen liegt bei 85 Euro, wobei der Ehegatte lediglich fünf Euro entrichtet. Hinzu kommt noch eine jährliche Pacht in Höhe von 16,36 Euro sowie eine Versicherung für das Gartenhaus, die je nach Wert des kleinen Gebäudes mit 50 bis 100 Euro im Jahr zu Buche schlägt. Auf das Jahr gerechnet entstehen dem Kleingärtner somit nur geringe Kosten von höchstens 250 Euro, die allerdings ein ordentliches Plus an Erholung und Lebensqualität einbringen.

Einige Verpflichtungen, die dafür sorgen, dass der gute Gesamteindruck der schmucken Anlage erhalten bleibt, muss jeder Kleingärtner allerdings erfüllen. Die Regel besagt zum Beispiel, dass jedes Mitglied auf seiner 300 bis 350 Quadratmeter großen Parzelle etwa ein Drittel Gemüse, ein Drittel Rasen und Blumen sowie ein Drittel Obst anpflanzen sollte. „Wichtig ist aber vor allem, dass der Garten im allgemeinen gepflegt aussieht und nicht verwildert ist“, betont Ursula Neuhaus. Ferner werden je Laube jährlich 15 Arbeitsstunden für die Allgemeinheit erwartet – schließlich müssen die von allen genutzten Wege durch die Anlage gepflegt und instand gehalten, der Vorplatz zum Vereinsheim gesäubert, Hecken geschnitten sowie im Vereinsheim selbst geputzt und Reparaturen durchgeführt werden.

Derartige Arbeiten, die die Kleingärtner auch am Samstag wieder gemeinsam durchführten, machen aber auch Spaß und stärken das Gemeinschaftsgefühl. Ambitionierte Gartenbesitzer haben die Möglichkeit, eine Auszeichnung für ihre vorbildlich geführte Parzelle zu bekommen. „Einmal im Jahr kann ich fünf Gärten beim Bezirksverband Lüdenscheid melden und zur Bewertung vorschlagen“, erklärt Ursula Neuhaus, die allerdings erst seit kurzem im Amt ist und somit für dieses Jahr ausnahmsweise keine Vorschläge eingereicht hat. Die Prämierung der schönsten Kleingärten erfolgt stets im Rahmen des Lüdenscheider Stadtfestes.

Das gemütliche Vereinsheim mit Küche, das Gesellschaften bis zu 40 Personen Platz bietet, kann auch von Außenstehenden für Feiern gemietet werden. „Derzeit liegt die Miete pro Abend bei 130 Euro, wird jedoch voraussichtlich in Kürze noch um einige Euro gesenkt“, verspricht die 1. Vorsitzende. Interessenten wenden sich an Peter Läufer, Tel. 01 63 / 7 36 19 97. Wer dagegen mit dem Gedanken spielt, eines der vier zum Kauf stehenden Gartenhäuschen zu erwerben und die dazugehörige Parzelle zu pachten, erfährt von Ursula Neuhaus, Tel. 01 78 / 8 96 96 09, alles weitere. ▪ bot

Ergänzende Informationen gibt es im Internetblog unter http://www.kleingartenrotthausen. blogspot.com.

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