Ereignisreiches Jagdjahr für den Hegering Schalksmühle-Hülscheid

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Schalksmühle - Veränderungen des neuen Landesjagdgesetzes, bundeseinheitliche Regelungen für den Jagdschein und Afrikanische Schweinepest (ASP): Lang war die Liste an aktuellen Themen, mit denen sich der Hegering Schalksmühle-Hülscheid am Freitag bei seiner Jahreshauptversammlung im Jagdmuseum in der Asenbach 9 beschäftigte.

Unter Federführung von Hegeringleiter Dirk Vedder, der zahlreiche Ehrengäste bei der Veranstaltung willkommen hieß, ließen die Mitglieder ein ereignisreiches Jagdjahr Revue passieren. Trotz Grippewelle war die Veranstaltung sehr gut besucht. Signale des Bläsercorps läuteten die Versammlung ein. Für die „hervorragend präsentierte (freiwillige) Hegeschau“ erhielten die Jäger von Forstamtmann Klaus Kermes großes Lob. 

Mit 89 Rehböcken seien 88 Prozent der Strecke ausgestellt. Eine Bronzemedaille vergab Kermes an Jeroen Siliakus, der für seine Trophäe 85,2 Punkte erhielt. Beim Schwarzwild würdigte er die Trophäe von Oliver Schütz, der im Revier Linscheid einen 118 Kilogramm schweren Keiler erlegt hatte. Detailliert ging Winfried Schindler, stellvertretender Hegeringleiter, auf die gesamte Strecke ein. Ähnlich wie im Vorjahr seien insgesamt 173 Stück Rehwild zur Strecke gebracht worden. Bei Schwarzwild seien 146 Tiere erlegt worden. „Eine so große Zahl haben wir noch nicht gehabt“, betonte Schindler. „Man wird merken, dass die Jäger eingegriffen haben.“ Erstmalig sei ein Waschbär geschossen worden. 

Als „gute Events“ bezeichnete Hegeringleiter Dirk Vedder die zahlreichen Gemeindeveranstaltungen, zu deren Gelingen der Hegering Wildwurst und mehr beigesteuert hatte. An aktuellen Themen hatte Vedder reichlich Stichworte auf seiner Liste – angefangen bei Sachspenden für das Jagdmuseum über Neuverpachtungen bis hin zu Image-Werbefilmen der Jägerschaft. Auf Bundesebene erhoffe sich die Jägerschaft eine Vereinheitlichung des Jagdscheins. „Es ist sehr viel in der Mache“, kündigte Vedder an. Auf Landesebene solle das Remmelsche Landesjagdgesetz novelliert werden. Ausführlich beschäftigte sich der Hegeringleiter mit der Afrikanischen Schweinepest. „Wenn ASP kommt, gilt zunächst ein allgemeines Jagdverbot, das einhergeht mit dem Wegfall der Verpflichtung zur Zahlung der Jagdpacht und des Wildschadens“, erklärte er. Eindringlich warnte er davor, wegen der Schweinepest „aus dem Ruder zu laufen“. 

Sichtlich verärgert wies er auf „Auswüchse von Waffen“ auf Jagdmessen hin. „Sind wir schon im Krieg?“, lautete seine Frage in die Runde. Es gelte, waidmännisch zu jagen. Berichte der Obleute hielten die Versammlung anschließend über alle Belange des Vereins auf dem Laufenden. Von mehr als 100 Besuchern im Jagdmuseum berichtete Öffentlichkeitsobmann Thimo Lückmann. Neben Kindergärten und Schulen würden zunehmend private Gruppen das Museum besuchen. 

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