Entscheidung zum Kreisverkehr in Heedfeld verzögert sich

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Vor allem das Linksabbiegen aus der Sterbecker auf die Heedfelder Straße ist zu Stoßzeiten des Verkehrs in den Morgen- und Abendstunden ein Problem.

Schalksmühle/Heedfeld - Wenn der Bau- und Planungsausschuss am kommenden Montag (16 Uhr, Ratssaal) erstmals in diesem Jahr zusammenkommt, wird es unter anderem um das geplante Baugebiet Stallhaus, das neue interkommunale Gewerbegebiet in der Nähe der Autobahnanschlussstelle Lüdenscheid-Nord und ein mögliches Einzelhandelskonzept für die Volmegemeinde gehen. Ein anderer Punkt fehlt dagegen auf der Tagesordnung: der mögliche Bau eines Kreisverkehrs an der Kreuzung Heedfelder/Sterbecker Straße.

Mitte Januar hatte Ralf Bechtel, Fachbereichsleiter technisches Bauamt der Gemeindeverwaltung, gehofft, bis zum Ende der Frist für die Erstellung der Ausschussvorlagen Post vom Landesbetrieb Straßen.NRW, der für die Heedfelder Straße als Landesstraße 561 zuständig ist, erhalten zu haben. Der Briefkasten blieb jedoch leer.

„Ich habe deshalb noch einmal versucht, Kontakt mit Straßen.NRW aufzunehmen, um zumindest bis zum Sitzungstag eine verlässliche Aussage vom Landesbetrieb zu erhalten“, sagt Bechtel. Unter dem Tagesordnungspunkt Bekanntmachungen könnte Bechtel diese Informationen am Ende des öffentlichen Teils der Sitzung dann an die Ausschussmitglieder und die Öffentlichkeit weitergeben.

Wichtig ist vor allem das Ergebnis des sogenannten Priorisierungsverfahrens für Kreisverkehre bei Straßen.NRW. Projekte, die es in diesem Ranking weit nach oben schaffen – das Budget für den Regierungsbezirk Arnsberg reicht laut Bechtel etwa für zwei neue Kreisverkehre jährlich –, werden in absehbarer Zeit komplett mit öffentlichen Mitteln finanziert. Berechnungskriterien sind unter anderem Verkehrszählungen, die Heedfelder Straße befahren täglich bis zu 12 000 Fahrzeuge, und Unfallzahlen für den Kreuzungsbereich.

Bislang hatte sich Straßen.NRW nur bereiterklärt, Landesmittel in Höhe von rund 170 000 Euro zur Verfügung zu stellen. So viel würde in etwa die Errichtung einer Ampelanlage, die bisher vom Landesbetrieb für den Kreuzungsbereich Heedfelder/Sterbecker Straße favorisiert wurde, kosten.

Heedfelder Straße wird ab 2017 saniert

Ein Kreisverkehr als Lösung, die bei einer von der UWG ausgerichteten Bürgerversammlung im Sommer eine große Mehrheit unter den anwesenden Heedfeldern fand, würde etwa eine halbe Millionen Euro kosten. Um ausreichend Platz für den Bau des Kreisels zu haben, müsste zudem das leerstehende Gebäude Heedfelder Straße 6, das in Besitz der Evangelischen Kirchengemeinde Hülscheid-Heedfeld ist, gekauft und anschließend abgerissen werden. Beides bedeutet weitere Kosten.

Ob es dazu aber überhaupt kommen soll, müssen zuvor die politischen Gremien in Form des Bau- und Planungsausschusses, Hauptausschusses und des Rates entscheiden. Die nächste Chance dazu besteht am 13. März, wenn die Mitglieder des Bauausschusses erneut zusammenkommen.

Unbegrenzt Zeit für eine Entscheidung bleibt nicht mehr. Bekanntlich plant Straßen.NRW die Heedfelder Straße im Rahmen des Landesstraßenerhaltungsprogramms 2017 abschnittsweise auf gut sechs Kilometern zwischen Rummenohl und Lüdenscheid-Dönne zu sanieren (wir berichteten). „Die Sanierung der Fahrbahn soll in diesem Jahr zwar zunächst im Bereich Dönne beginnen, während der Abschnitt in Heedfeld mit dem Kreuzungsbereich als letzter geplant ist, dennoch wird es auch dort irgendwann losgehen“, sagt Bechtel.

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