Entlang der Volme radeln

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Die vier „Oben an der Volme“-Kommunen planen den Bau eines Radweges, der von Schalksmühle bis nach Meinerzhagen führt.

Schalksmühle - Der letzte Schliff am Entwurf der Rahmenvereinbarung mit dem Landesbetrieb Straßen.NRW und letztlich die Zustimmungen der politischen Gremien fehlen noch. Doch wenn in diesem Frühjahr buchstäblich alles rund läuft, können Radfahrer und Inline-Skater in ein paar Jahren von Schalksmühle nach Meinerzhagen fahren – über einen ausgebauten Radweg mit einer Gesamtlänge von 23,5 Kilometern.

Von Alisa Kannapin

„Im Dezember sind Gespräche mit Straßen.NRW in Siegen gut verlaufen und nun wird noch am Entwurf der Rahmenvereinbarung gearbeitet, bevor sie der Politik vorgelegt wird“, erklärt Oliver Emmerichs, Fachbereichsleiter Planen und Bauen. Hinzu käme noch, dass Verhandlungen mit der Bahn sowie Grundstücksverhandlungen abgeschlossen werden müssen.

Die Planung sehe derzeit so aus, dass die Kommunen den Radweg bauen und „Straßen.NRW“ die Kosten für Bau und Unterhaltung übernimmt. „Straßen.NRW plant den Radweg als Parallelweg zur B54 und wäre ansonsten verpflichtet, selbst einen zu bauen“, erklärt Emmerichs.

Der Bau des asphaltierten Radweges ist neben der Wiederinbetriebnahme der Volmetal-Bahn eines der interkommunalen Projekte im Zuge der Regionale.

Vom Schalksmühler Schnurrenplatz aus könnten Radfahrer künftig entlang der Volme über das stillgelegte Bahngleis in Richtung Brügge fahren. Zur Abgrenzung des Radweges, der eine Breite von rund drei Metern haben soll, ist die Errichtung eines Zauns geplant. „Bei dieser Wegbreite sollte ein Begegnungsverkehr gut möglich sein“, sagt Emmerichs.

In den anderen Kommunen führe der Radweg teilweise über bereits vorhandene Wege, die ausgebaut würden.

Der Bau des Radweges soll in Abschnitten erfolgen. „Wir haben uns als Ziel gesetzt, den Weg in Abschnitten in den kommenden drei bis fünf Jahren fertigzustellen.“

Auch entlang der Strecke sollen zum Teil Zuwegungen gebaut werden, über die man zum Radweg gelangt.

Bestandteil der Regionale-Zuschussbewilligung ist auch der Bau von Radstationen. Dort soll es eine Unterstellmöglichkeit geben, einen Radverleih sowie eventuell einen kleinen Servicebetrieb, der von einem gemeinnützigen Verein übernommen wird. „Die Radstationen dienen der generellen Aufwertung der Bahnhofsgelände. Die Erstellung der Nutzungskonzepte läuft derzeit über das zuständige Büro ASS.“

Neben der Ausschilderung als Radweg soll entlang der Strecke auch auf besondere Bauten wie beispielsweise dem Schleiper Hammer oder die ehemalige Fabrik Brune in Kierspe-Bollwerk aufmerksam gemacht werden, damit Radfahrer bei touristischen Höhepunkten vom Weg abfahren können. Emmerichs schließt auch nicht aus, dass Hinweistafeln zu Flora und Faune aufgestellt werden.

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