"In English, please" - Englisch-Projektwoche an der Primusschule

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Wer im Klassenraum Deutsch spricht, muss in Poncho und Sombrero Salsa vor der Gruppe tanzen. So bringt Kimika Rozier (links) die Schüler spielerisch zum Englisch sprechen.

Schalksmühle - „Only English in this classroom!“ Kimika Rozier aus dem kalifornischen San Diego ist eine von vier „native speakers“, also Muttersprachlern, die in dieser Woche im Rahmen der Englisch-Projektwoche an der Primusschule den Schülern der Stufe III die englische Sprache näher bringen.

„Ich spreche kein Deutsch, deshalb sind die Schüler gezwungen, mit mir auf Englisch zu sprechen“, sagt die Amerikanerin. 

Seit Montag sind sie und drei weitere Muttersprachler aus Großbritannien und Irland in Schalksmühle an der Primusschule. In vier Gruppen arbeiten sie bis Freitag mit den Schülern und nehmen ihnen mit Spielen, Projekten oder auch Kochkursen die Angst vor dem Englischsprechen. 

„Das Ziel ist es, dass die Schüler vor der gesamten Gruppe sprechen. Es ist meine Philosophie, die Schüler spielerisch zu ermutigen und herauszufordern“, sagt Rozier. So sollen die Schüler zum Beispiel eine fiktive Geschichte über Schalksmühle verfassen, die sie Rozier bei einer Tour durch die Stadt vortragen sollen. 

„Ich kenne Schalksmühle nicht, in bin hier im Grunde eine Touristin. Die Schüler sollen mir dann die verschiedenen Plätze und Gebäude vorstellen in Verbindung mit der von ihnen erfundenen Geschichte. Ich will die Kreativität der Kinder sehen. Und wenn alles gut läuft, beenden wir die Tour in einer Eisdiele“, sagt die 27-Jährige.

„Sprecht etwas aus, bevor ihr es schreibt.“ Rozier gibt den Schülern Tipps, um ihr Englisch zu verbessern.

Rozier ist wie die anderen drei Muttersprachler zwar keine ausgebildete Pädagogin – studiert hat sie dennoch: Mathematik. „Ich bin auch Volleyball-Trainerin und hatte schon immer eine Leidenschaft dafür, anderen Menschen etwas beizubringen und sie zu motivieren.“ 

„Durch die ,native speakers’ lernen die Schüler nicht nur das freie Sprechen, sondern auch die verschiedenen Kulturen, Akzente und Ausdrucksweisen kennen“, sagt Englisch-Lehrerin Mariola Pirek. Im Gegensatz zu dem normalen Englisch-Unterricht, in dem die Schüler nur ein paar Stunden in der Woche in Kontakt mit der Sprache kommen, findet diese Schulwoche komplett auf Englisch statt. 

Über die Organisation „Mein Schulprojekt“, die Projektwochen dieser Art vermittelt und organisiert, konnte Pirek mit der Unterstützung vom Förderverein und von der Sparkasse die Muttersprachler für die Projektwoche gewinnen. 

Am Freitag, 5. Mai,  findet ab 16 Uhr im PZ eine öffentliche Präsentation der Projekte statt.

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