Enge Vernetzung von Schulen und Unternehmen

Die enge Verzahnung von Unternehmen und Schulen zum Zwecke der Heranbildung künftiger Fachkräfte war Thema der Veranstaltung, zu der Jan Schriever (links) zahlreiche Teilnehmer in seinem Unternehmen begrüßte.

SCHALKSMÜHLE ▪ Um die Zusammenarbeit von Schulen und Unternehmen bei der Berufsorientierung ging es am Mittwoch bei einer Veranstaltung bei der Firma Schriever, bei der unter anderem auch Vertreter der Verbundschule zu Gast waren.

Aus Unternehmersicht machte Firmeninhaber Jan Schriever klar, dass es im Zeiten von demografischem Wandel und Fachkräftemangel immer wichtiger werde, Schüler mit den Arbeitsfeldern und Anforderungen in heimischen Betrieben vertraut zu machen. Firmenbesuche, Schnupper- und Pflichtprakika seien gleichzeitig für Unternehmen ein guter Weg, Talente zu entdecken und geeignete Nachwuchskräfte für eine Ausbildung zu finden. Auch der direkte Kontakt in die Schulen sei sehr hilfreich.

Aus Schulsicht bestätigte Manfred Otto, Konrektor der Verbundschule und Kooperationspartner von Schriever, die zunehmende Bedeutung der Vernetzung mit Betrieben vor Ort. Die Zusammenarbeit könne dann erfolgreich sein, wenn Berufsorientierung in der Schule einen hohen Stellenwert habe, die Kommunikation durch klar benannte Ansprechpartner sichergestellt sei und wenn immer wieder verbindliche Absprachen für gemeinsame Schritte getroffen würden. In Schalksmühle seien solche Netzwerke, auch durch persönliche Kontakte und engagierte Unterstützung in der Unternehmerschaft, gut entwickelt.

Welche Unterstützung wirtschaftsnahe Organisationen Lehrern bieten könnten, Kontakte zu Betrieben aufzubauen beziehungsweise die schulische Berufsorientierung mit eigenen Angeboten zu unterstützen, machten Ilka Greis von den Wirtschaftsjunioren, Thorsten Holzhäuser vom Arbeitgeberverband, Anton Krajnik von der SIHK und Gudrun Jung-Malberger von der Kreishandwerkerschaft mit kurzen Beiträgen deutlich. Dabei wurde klar, dass Berufswahllehrer auf vielfältige Angebote und Ansprechpartner zurückgreifen können.

Olaf Weber, der selbst diese Funktion an der Verbundschule ausübt, fasste die wichtigste Botschaft der von der Agentur mark moderierten und gemeinsam mit dem Bildungsbüro des Märkischen Kreises veranstalteten Fortbildung zusammen: „Es gibt viele Wege der Zusammenarbeit, und es gibt viel Engagement bei Unternehmen und Verbänden. Wichtig ist es, die ersten Schritte zu machen, Kontakte zu knüpfen und zu pflegen und die Zusammenarbeit nach und nach konkret zu gestalten.“

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