Energien im Bauernhaus

Gespickt mit lustigen Anekdoten boten die Musiker von Celtic Chakra einen überaus unterhaltsamen Abend.

SCHALKSMÜHLE ▪ Was hat keltische Musik mit dem asiatischen Chakra zu tun? Wer beim Auftritt der Irish Folkgruppe Celtic Chakra am Freitag im Bauernhaus Wippekühl esoterische Klänge erwartet hatte, der wurde enttäuscht. „Chakra – das bedeutet Energiezentrum, und genau daher kommt unsere Musik“, erklärte Danny Kelly. Von Marit Schulte

Der waschechte Ire sorgte im Bauernhaus für den Gesang, spielte die Bouzouki, eine Art Laute, und die Gitarre. Mit dem Saiteninstrument wusste auch Manfred Noll umzugehen, der außerdem immer wieder Gesangsparts übernahm. Als Ersatz für ihren kurzfristig ausgefallenen Geiger hatte die Frankfurter Gruppe den Flötisten Michael P. Jung mitgebracht. Scheinbar mühelos übernahm er die Soloparts der Fiddle mit seiner Flöte. Den Rhythmus in den Abend brachte Harald Sawatzki mit seiner irischen Rahmentrommel, der Bodhrán. Wer ihn dabei genau beobachtete, konnte entdecken, dass der Trommler immer wieder die Schlägel für sein Instrument wechselte.

„Die sogenannten Tipper wurden früher aus Rinderrippen hergestellt“, erklärte Sawatzki. Seine Tipper sind dagegen aus Holz. „Wenn das Ende des Stocks rund ist, wird der Klang der Bodhrán weicher und tiefer, mit einem spitzen Ende bekommt einen schärferen und höheren Klang.“

Lustige Anekdoten zu irischer Volksmusik

Die vier Musiker hielten die Gäste im Bauernhaus nicht nur mit einer Reihe von irischen und schottischen Jigs, Reels und Polkas in Stimmung, immer wieder lockerten sie ihr Programm mit lustigen Anekdoten auf. Das deutsche „Fensterln“ übersetzten sie beispielsweise kurzerhand als „windowln“ ins Englische.

Routiniert wechselten die erfahrenen Musiker zwischen schnellen Rhythmen im Sechsachteltakt und langsamen Weisen in gälischer Sprache, die Muttersprache von Danny Kelly. Das rund 400 Jahre alte Bauernhaus bot für die Klänge in der alten keltischen Sprache einen besonders passenden Hintergrund. In lockerer Atmosphäre hatten die Gäste während den zwei Pausen die Möglichkeit, sich bei einem Glas Bier, Brot und Wurst, angeboten vom Freundeskreis des Bauerhauses, untereinander und mit den Musikern auszutauschen.

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