Das verbraucht die Gemeinde

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In vielen Bereichen zeigt der Energiebericht 2017 der Gemeinde gesenkte Ressourcenverbräuche auf. Dennoch wurde an manchen Stellen mehr Energie verbraucht. Dafür hat die Verwaltung aber triftige Gründe vorzuweisen.

Schalksmühle - Die Verwaltung der Gemeinde, mitsamt ihren Gebäuden, ist ein verhältnismäßig großer Betrieb, der natürlich auch Ressourcen wie Strom, Wasser und Gas nutzt. Im aktuellen Energiebericht für die Liegenschaften wird gezeigt, was, wann und wo verbraucht wird und in welchen Bereichen gespart werden konnte.

In dem Zahlenwerk, das Kämmerer Reinhard Voss Anfang der Woche den Mitgliedern des Ausschusses für Öffentliche Einrichtungen und Umwelt vorstellte, ist zu lesen, dass – wie bereits im vergangenen Jahr – der Neuabschluss des Wärmelieferungsvertrags zu einer deutlich spürbaren Kostenreduzierung geführt habe. 

Die bereinigten Verbräuche sehen wie folgt aus: Strom plus 4 Prozent, Wärme minus 12 Prozent und Wasser minus 5 Prozent. Die Gesamtkosten für den Verbrauch beliefen sich auf etwa 212 490 Euro. Zudem habe sich, so ist zu lesen, der gesamte CO2-Ausstoß aller kommunalen Gebäude, die in diesem Energiebericht enthalten sind, in 2017 gegenüber dem Vorjahr wieder reduziert. 

Trotz der positiven Zahlen in manchen Bereichen hat die Gemeinde im Vergleich zu 2016 aber auch Mehrverbräuche, etwa beim Strom, festgestellt. Diese lassen sich aber schnell erklären, sagt die Verwaltung. So hat etwa das Schulzentrum Löh im zurückliegenden Jahr 352,18 Megawattstunden (MWh) verbraucht. Das ist ein Plus von 5 Prozent. Begründet wird der Mehrverbrauch mit den Baumaßnahmen in den Gebäuden. Auch das Jugendzentrum am Wansbeckplatz nutzte mehr Strom (11,33 MWh, plus 8 Prozent). 

Mehrverbrauch durch Veranstaltungen

Der Mehrverbrauch dort begründe sich mit der intensiven Nutzung des Gebäudes durch zahlreiche Veranstaltungen – unter anderem gab es mehrere Abendveranstaltungen und Übernachtungen mit Jugendlichen sowie die Veranstaltung „Autofreies Volmetal“ und die Wanderung „Oben an der Volme“. Auch in den Kitas wurde etwas mehr verbraucht. Die Kindertagesstätte Dahlerbrück verbrauchte 7,62 MWh (plus 9 Prozent) und die Kindertagesstätte Wansbeckplatz 14,91 MWh (plus 3 Prozent). Die Erklärung dazu: Die Belegungen der Einrichtungen sind gestiegen. Das Rathaus verbrauchte 67,02 MWh (plus 1 Prozent). Dort fänden vergleichsweise verbrauchsintensive Veranstaltungen statt, die nicht dem reinen Verwaltungsbereich zuzuordnen sind. 

Der Stromverbrauch in der Grundschule Spormecke mit Turnhalle reduzierte sich hingegen um 32,41 MWh (minus 6 Prozent). Weitere Verbrauchsreduzierungen konnten beim Strom-, Wasser- und Wärmeverbrauch erzielt werden. So nutzte das Rathaus 470 Kubikmeter (minus 38 Prozent) an Wasser. Die Begründung: In 2016 wurde viel Wasser auf dem Rathausplatz gebraucht. Alles in allem zeigte sich die Verwaltung zufrieden mit der Erhebung – zumal sie bewies, auch als recht großer Betrieb Energiekosten sparen zu können.

Kosten für Energie und Wasser

Die verbrauchsgebundenen Gesamtkosten (Energie und Wasser) der sieben gemeindlichen Objekte, für die Vergleiche mit den Vorjahren angestellt werden können, belaufen sich im Berichtsjahr 2017 auf 212 499 Euro.

Die Einzelkosten für die Bereitstellung von Energie für die Liegenschaften Feuerwehrgerätehaus, Grundschule Spormecke mit Turnhalle, Jugendzentrum Wansbeckplatz, Kindertagesstätte Dahlerbrück, Kindertagesstätte Wansbeckplatz, Rathaus und Schulzentrum Löh:

- Gas: 146 020 Euro (2016), 136 320 Euro (2017) 

- Strom: 67 830 Euro (2016), 63 890 Euro (2017) 

- Wasser: 14 780 Euro (2016), 12 280 Euro (2017)

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