Endstation: Am Bahnhof soll sich was ändern

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Projektleiter Karl-Heinz Gibson (l.) erklärte den Bürgern, wie’s künftig am Bahnhof aussehen könnte. ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ Schön ist er nicht. Hell ist er nicht. Behindertengerecht ist er nicht. Kurz: Der Dahlerbrücker Bahnhof ist alles andere als ein Aushängeschild.

Das hat auch die Deutsche Bahn Station & Service AG längst erkannt. Sie will den Bahnhof auf Vordermann bringen. Davon sollen vor allem Menschen mit Behinderung profitieren. Denn für die ist es kaum möglich, den Bahnsteig problemlos zu erreichen.

Gestern waren der zuständige Projektleiter Karl-Heinz Gibson und Sarah Held vom Ingenieurbüro Spettmann und Kahr vor Ort. Sie hatten einige Vertreter heimischer Vereine sowie der Stadt eingeladen, um ihnen die baulichen Veränderungen zu erklären und sich ein Feedback zu holen.

„Das hört sich doch gut an“, meinten Claudia Hübner-De Wetter und Christel Gersmeyer vom MS-Kontaktkreis. Sie zeigten sich ebenso zufrieden, wie Reiner Hilken und Michael Breuer vom VdK und Gudrun Faust vom CeBeef. Außerdem waren Jürgen Sczesny von der Stadt und Guido Pahde vom Demographie-Ausschuss dabei.

Das größte Problem, da waren sich alle einig, ist der Zugang zum Bahnsteig. Den umständlichen Weg der Fußgängerunterführung meiden die meisten Bahnfahrer. Stattdessen kürzen sie über den Trampelpfad entlang der Schienen ab. Das ist nicht nur beschwerlich, sondern vor allem auch gefährlich. Und genau dieser Weg soll jetzt mit dem Umbau legalisiert werden. Die Personenunterführung ist damit überflüssig, sie wird verfüllt.

Ein Sprecher der Deutschen Bahn aus Düsseldorf erklärte, wie es zukünftig in Dahlerbrück aussehen soll: Mittels einer Rampe könnten nach dem Umbau auch Rollstuhlfahrer oder Personen mit Kinderwagen, den Bahnsteig bequem erreichen. Dort soll das Dach abgerissen und durch ein kleines Wetterschutzhaus ersetzt werden. Damit die Fahrgäste auch im Dunkeln sicher hin und her kommen, werden zusätzliche Laternen aufgestellt. Der Fahrkartenautomat bekommt einen neuen Platz. Eine dynamische Schriftanzeige weist künftig auf Verspätungen und Ausfälle hin. Für blinde Menschen wird ein Leitstreifen zur besseren Orientierung angebracht.

Und es gibt noch eine Veränderung am Dahlerbrücker Bahnhof – für die zeichnet allerdings die Deutsche Bahn Netz AG verantwortlich. Die plant, die Schranke am Fußgängerweg zu versetzen.

Bevor die DB Station & Service AG jedoch mit den Arbeiten beginnen kann, dauert’s noch. Der Pressesprecher vermutet, dass es gegen Ende des kommenden Jahres losgehen könnte. Der Betrieb soll durch die Aufteilung in zwei Baufelder ganz normal weiterlaufen. Insgesamt wird das Vorhaben rund 750 000 Euro kosten. ▪ Lisa-Marie Weber

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