Bordell-Episode endgültig beendet

Kuhlenhagen Puff-frei: „Golden House“ ausgezogen

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Gestern schloss das Bordell „Golden House“ endgültig seine Pforten. Mitte Februar einigten sich Betreiberin Simion und die Immobilienbesitzer Berker und Junker vor Gericht auf den Auszug.

Kuhlenhagen -  Nach rund eineinhalb Jahren ist Schluss in Kuhlenhagen – gestern zog Mariana Simion endgültig mit ihrem Bordell „Golden House“ aus den Räumen des ehemaligen Restaurants Steinbeisser aus. Mit gemischten Gefühlen übergab die 30-Jährige die Schlüssel an Immobilienbesitzer Manfred Berker.

Von Alisa Kannapin

„Auf der einen Seite bin ich immer noch sauer über den Verlauf der Dinge und dass ich hier viel Geld verloren habe. Andererseits bin ich froh, dass es jetzt vorbei ist und ich meine Ruhe habe“, sagt Simion. Es sei noch viel Arbeit gewesen, das Haus zu räumen. Alle Anschaffungen, die Simion für den Club getätigt hat, nahm sie mit. „Ich bin erleichtert, dass ich jetzt hier raus bin.“

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Noch bis Samstag wurden im Bordell Gäste empfangen, doch in den vergangenen Woche sei der Betrieb im Erotik-Club zurückgegangen. „Es kamen weniger Gäste, nachdem in der Zeitung stand, dass wir hier ausziehen müssen“, sagt Simion. Viele Besucher hätten ihr Bedauern ausgedrückt, dass das Bordell schließt. „Für unsere Stammkunden tut es mir auch leid. In den nächsten Wochen wird sich herausstellen, ob und wo es mit dem ‘Golden House’ weitergeht“, erklärt Simion.

Momentan ist die 30-Jährige noch auf der Suche nach neuen Räumen für den Club. In der Zwischenzeit bieten ihre Mitarbeiterinnen Haus- und Hotelbesuche an.

Nach dem monatelangen Hin und Her wünscht sich Mariana Simion ruhigere Zeiten. Doch sie hegt nicht nur Groll: „Das Verhältnis zu den Nachbarn war mittlerweile sehr gut, das hat sich alles beruhigt. Und auch die Mitarbeiter der Verwaltung sind immer sehr nett gewesen. Mal schauen, was sich jetzt so ergibt.“

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