Dokumente fehlen

Windkraft am Worthberg: Antrag unvollständig

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Das Unternehmen EnBW hat seine Unterlagen beim Märkischen Kreis bereits im Oktober eingereicht.

Schalksmühle - In einer Ausschusssitzung des Märkischen Kreises verkündete EnBW, die drei Windräder am Worthberg plant, dass die nötigen Unterlagen beim Kreis vorliegen. Doch da gibt es ein Problem.  

Seit Oktober liege der Verwaltung des Märkischen Kreises ein Antrag nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) zur Errichtung und dem Betreiben von drei Windenergieanlagen (WEA) auf dem Worthberg vor. Das teilte damals Anna Immel als zuständige Projektleitern der Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) mit. Der Kreis sei nun am Zuge, diesen Antrag zu prüfen. Nun gibt es ein erstes Ergebnis. 

Man habe diese Unterlagen bei der Behörde eingereicht, damit diese sie auf Vollständigkeit überprüfen kann, so die Verantwortliche. Mit einer Rückmeldung hatte man noch in diesem Jahr gerechnet. Auf Anfrage unserer Zeitung bei der Kreisverwaltung war zu erfahren, dass die vorgelegten Schriftstücke nicht komplett seien. Man habe das Unternehmen darüber informiert, erklärt Pressesprecher Hendrik Klein. Er gehe nicht davon aus, dass der Antrag noch in diesem Jahr vervollständigt wird. 

Schritt sei absichtlich gewesen

Um welche Unterlagen es sich handelt, darf der Kreissprecher allerdings nicht bekannt geben. Auf Nachfrage bei EnBW erklärt Jörg Busse, Presseverantwortlicher für den Bereich Erneuerbare Energien unter anderem in Nordrhein-Westfalen, dass bereits im Vorfeld klar gewesen sei, dass der Antrag noch nicht komplett fertig ist. Man mache diesen Schritt, damit schon einmal die ersten Unterlagen überprüft werden können und man nach und nach die fehlenden Papiere nachreichen könne. Unter anderem, so der EnBW-Sprecher, fehle das Baugrundgutachten. „Die Erhebungen dazu laufen derzeit, die Fachleute sind noch in diesem Jahr vor Ort.“ 

Ein Nachreichen dieses Gutachtens vor Weihnachten hält Jörg Busse allerdings für „unrealistisch“. Es werde, genauso wie beispielsweise das Konzept für Ausgleichsmaßnahmen, bei dem man sich in der Abstimmung mit den Behörden befinde, in 2020 versendet. Den weiteren Verlauf der Planung werde das Nachliefern der entsprechenden Unterlagen aber nicht verzögern, betont der Unternehmenssprecher. 

In 2021 sollen die Windräder in Betrieb genommen werden

Die Inbetriebnahme der Anlagen ist für das vierte Quartal 2021 festgesetzt. Nach der Prüfung des „BImSchG“-Antrages und eines anschließenden positiven Ergebnisses des sogenannten Umweltverträglichkeitsgutachtens – man rechne mit einem endgültigen Bescheid im dritten Quartal 2020 –, könne man in die weitere Ausschreibung der einzelnen Maßnahmen gehen und sich bei der Bundesnetzagentur und damit um die Finanzierung durch die EEG-Umlage bewerben. „Danach können wir aktiv werden“, sagt Jörg Busse.

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