Emotionen pur in der Freien evangelischen Gemeinde

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Der Chor präsentierte 13 Titel der CD „Das Hymnen-Projekt“ von Hans Werner Scharnowski und Christian Schnarr.

Schalksmühle -  Gänsehautatmosphäre stellte sich am Sonntag beim Konzert „Das Hymnen-Projekt“ in der Freien evangelischen Gemeinde (FeG) ein. Mit stehenden Ovationen feierten die Zuhörer Hans Werner Scharnowski und Christian Schnarr.

Von Monika Salzmann

Die beiden präsentierten ihr neues Album live, mit einem sechzigköpfigen Chor und Solisten wie Yasmina Hunzinger (bekannt aus der TV-Sendung „The Voice of Germany“), Anni Barth, Katja Zimmermann, Daniel Harter, Björn Bergs und Janina Böddener.

Zum Originalsound der CD, Playback eingespielt, zogen die leidenschaftlichen Lieder in ihren Bann. Mehr als 250 Besucher, zum Mitsingen eingeladen, ließen sich begeistern von der Kraft feierlicher, erhabener Lieder. Es dauerte nicht lange und der ganze Saal sang mit.

Ein kleiner Film ließ die Besucher an der Entstehung der CD – in drei Etappen aufgenommen – teilhaben. Ein „Crossover, das sowohl die junge als auch die in die Jahre gekommene Generation anspricht“, stellte Hans Werner Scharnowski, Initiator des Hymnen-Projekts, einleitend in Aussicht.

„Vor sechs Monaten hat die Produktion der CD in diesem Saal angefangen.“ Damals sei es die hochkarätig besetzte Band gewesen, die den Grundstein des Albums legte. „Das Hymnen-Projekt kommt nach Hause“, freute sich der heimische Musiker, Komponist und Produzent.

Berührende Melodien und tiefgründige Texte

Wie im Film zu sehen war, waren neben der Band das Babelsberger Filmorchester, ein großer Chor aus 120 Sängern und 15 Solisten am Album beteiligt. „In Deutschland tun sich viele schwer mit Hymnen“, erklärte Hans Werner Scharnowski. Welch emotionale Kraft in Hymnen stecke, lasse sich jedoch unschwer an National- oder Fußballhymnen erkennen.

Mühelos gelang es den Ausführenden beim Konzert, diese Wirkung bei feierlichen geistlichen Liedern der letzten 20 Jahre zu entfalten. Ob gewollt oder ungewollt: Letztlich konnte sich keiner der emotionalen Kraft, die von Liedern wie „Du großer Gott, wenn ich die Welt betrachte“, „Urklang“ oder „Sein wie du“ ausging, entziehen. Vom Chor wie von den Solisten ausdrucksstark, voller Hingabe und Inbrunst umgesetzt, setzte sich die Welle, die vom Gesang ausging, im Saal fort.

Stilistisch reichte das musikalische „Mäntelchen“, das Hans Werner Scharnowski und Christian Schnarr als Arrangeure Titeln von Stuart Townend, Albert Frey und anderen „anzogen“, von einer Art „Riverdance-Lobpreisung“ („Dich rühmt der Morgen“) bis zu innigem, vertrauensvollem Gebet („Unser Vater“). Durchweg starke, berührende Melodien und tiefgründige Texte zeichneten die 13 Titel, die beim Konzert zu hören waren, aus.

Auch die Solisten – Yasmina Hunzinger einem breiten Publikum sicherlich besten bekannt – kamen noch mit eigenen Songs zu Wort.

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