Elisabeth Hartmann feiert 100. Geburtstag

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Elisabeth Hartmann (links) mit Tochter Rita Rütter. ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ Zwei Weltkriege, die Nachkriegszeit, der Bau und Fall der Mauer oder die Einführung des Euro – im vergangenen Jahrhundert ist viel passiert. Elisabeth Hartmann hat das alles miterlebt. Die Seniorin feierte am Dienstag ihren 100. Geburtstag und ist für ihr hohes Alter sehr fit geblieben. „Ich fühle mich gut“, sagt sie selbst.

Die Jubilarin wurde am 10. April 1912 in Gevelsberg als viertes von neun Kindern geboren. 1936 heiratete sie Willy Hartmann, das Paar lernte sich damals über Freunde kennen. Ihre Tochter Rita kam 1941 zur Welt. Die Familie zog 1949 nach Gießen um, wo Willy Hartmann am dortigen Theater Arbeit fand. Die Ehe ging jedoch auseinander und Elisabeth Hartmann zog 1959 mit ihrer Tochter zurück nach Hagen, wo ihre Familie bei der Wohnungssuche half. Zurück in Hagen nahm sie eine Arbeitsstelle beim Unternehmen Wippermann an, wo sie bis zur Rente arbeitete.

Unter den neun Geschwistern herrschte ein guter Zusammenhalt. Die Eltern verstarben früh und der Rest der Familie war gern zusammen und verbrachte Zeit miteinander.

Privat interessierte sich Elisabeth Hartmann bis vor ein paar Jahren sehr für die Fußballbundesliga und verfolgte bevorzugt die Spiele von Borussia Dortmund, Schalke und Bayern München. Aber auch Quiz-Sendungen mit Günther Jauch schaute sie sich gern an. Ausflüge in die Natur oder Heimarbeit gehörten ebenfalls zu ihren Hobbies. Auch heute macht Elisabeth Hartmann noch gern Spaziergänge an der frischen Luft.

Was die eigene Gesundheit angeht, ist die Jubilarin sehr zufrieden. „Über die Jahre bin ich wenig krank gewesen“, erzählt sie. Vor 14 Jahren musste sie jedoch an der Galle operiert werden und die Operation nahm sie sehr mit. Doch die Seniorin erholte sich und ist für ihre 100 Jahre erstaunlich fit geblieben. „Durch die viele Arbeit habe ich mich so gut gehalten“, erklärte die 100-Jährige auf die Frage was ihr Geheimnis sei. Mit 97 Jahren führte sie ihren Haushalt in einer Senioren-Wohnung in Breckerfeld noch komplett allein. Schließlich wurde es dann aber doch zuviel und sie zog in den Seniorenpark Reeswinkel um.

Ein technische Innovation des letzten Jahrhunderts, welche Elisabeth Hartmann besonders begeisterte, war das Telefon. „Erst wollte ich gar keins haben“, erinnert sie die Jubilarin. „Doch als meine Tochter mir schließlich eins schenkte, stellte ich schnell fest, wie praktisch das Ganze ist.“ ▪ aka

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