Eiskalter Einsatz ist erfolgreich

+
Wärmedecke und Erstversorgung: Am Ufer der Glör kümmerten sich die Feuerwehrmänner des Löschzuges Dahlerbrück um die eingebrochene Person. ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ Einen frostigen Einsatz führten am Dienstagabend 25 Feuerwehrleute des Löschzuges Dahlerbrück nahe der Jugendherberge an der Glörtalsperre durch. Bei einer Eisrettungsübung galt es, eine eingebrochene Person mit Hilfe zweier Steckleiterteile auf dem brüchigen Eis der Talsperre zu bergen.

Doch bevor die „Rettungsaktion“ starten konnte, mussten zahlreiche Vorbereitungen getroffen werden. So rückte die Feuerwehr über den Uferweg der Talsperre mit mehreren Fahrzeugen am Einsatzort an. Zunächst musste eine lebensgroße Puppe, ein „Dummy“, auf dem Eis ausgelegt, aber auch mit Hilfe von Generatoren und Scheinwerfern für eine gute Sicht in der Dunkelheit gesorgt werden. Wäre es weniger kalt gewesen, hätte die Aktion mit einer echten Person durchgeführt werden können, doch bei den frostigen Temperaturen wollten die Verantwortlichen kein Risiko eingehen.

Als das Areal ausreichend beleuchtet war, startete unter der Leitung von Einheitsführer Jörg Volkmer die Rettungsübung mit mehreren Durchgängen. Dabei galt es, die zu rettende Person mit Hilfe zweier Steckleiterteile von der zugefrorenen Talsperre zu bergen. Der Feuerwehrmann wurde dazu mit einem Seil gesichert und robbte dann mit den beiden Leiterteilen zum Dummy, den er auf einem der Leitern befestigte. Im Anschluss wurde er von seinen Kameraden wieder ans sichere Ufer gezogen. Dort wurde der „Verunglückte“ in eine wärmende Plane eingewickelt, um eine Erstversorgung durchzuführen. All das muss im Ernstfall zügig und routiniert über die Bühne gehen, denn im eiskalten Wasser hat der Eingebrochene nur sehr geringe Überlebenschancen.

„Je nach Alter und Gesundheitszustand kann eine Person bei diesen Temperaturen höchstens 10 bis 15 Minuten im Wasser überleben“, erklärt der stellvertretende Einheitsführer Rainer Lückmann. Da ist dann schnelles Handeln gefragt. Neben der Eisrettungsübung mit den Steckleiterteilen stand auch noch eine weitere Variation mit einem Schlauchboot auf dem Programm.

Die Übungen an diesem Abend gingen schnell, reibungslos und ohne Komplikationen vonstatten. Das war im Jahr 2009 ganz anders, erinnert sich Lückmann. „Damals stürzte eine Frau, die sich in der Nähe aufhielt, auf dem Eis und zog sich schwere Verletzungen zu“, so der stellvertretende Einheitsführer. „Auf diese Weise wurde aus einem Übungseinsatz ein Realeinsatz.“ ▪ bot

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare