Einmal zum Mond und zurück

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Der Vorsitzende Harry Haböck nahm von Ralf Steinhaus, Spartenverantwortlicher Neufahrzeuge bei Mercedes Jürgens, den neuen Bürgerbus entgegen.

SCHALKSMÜHLE -  Bus begeistert Bürger: Seit 25 Jahren fährt der Bürgerbusverein in Schalksmühle. Eine Erfolgsgeschichte, die die Mitglieder zusammen mit befreundeten Vereinen, Vertretern aus Politik und Wirtschaft sowie vielen Bürgern am Samstag auf dem Rathausplatz feierten.

Die ehrenamtlichen Fahrer haben seit der Gründung im Jahr 1988 schon mehr als 200 000 Fahrgäste befördert und haben dabei mehr als 670 000 Kilometer zurückgelegt. „Die Strecke zum Mond und wieder zurück“, sagte Landrat Thomas Gemke, der an die Gründung als Pilotprojekt im Märkischen Kreis und auch im Regierungsbezirk Arnsberg erinnerte. Gemke: „Hier schlägt das Herz des Bürgerbusses. Im Kreis. Aber auch landes- und deutschlandweit nehmen wir eine besondere Stellung ein.“ Heute gebe es in zwölf von 15 Kommunen des Märkischen Kreises einen Bürgerbusverein. „Das muss uns erstmal einer nachmachen.“

Harry Haböck, der seit der Gründung des Vereins ununterbrochen Vorsitzender ist, freute sich, dass alle elf anderen Vereine Vertreter nach Schalksmühle entsendeten. Auch aus Wipperfürth war eine Delegation vor Ort. Haböck erzählte einige Anekdoten zur Gründung. Der damaligen Bürgermeister der Gemeinde Schalksmühle, Paul Gerhard „Conny“ Mühlen, habe zu Harry Haböck und Georg Pütz gesagt: „Ihr macht das jetzt.“ Während Mühlen Haböck als Vorsitzenden bestimmte, sollte Georg Pütz Geschäftsführer und Kassierer werden. „Was Conny für eine Menschenkenntnis hatte, sieht man heute. Bis heute sind die beiden aktiv und sagen nie Nein, wenn es darum geht, zu arbeiten“, meinte der stellvertretende Vorsitzende Fritz Schulte. Aber nicht nur bei den Männer müsse er sich bedanken, sondern genauso bei den Frauen Marlies Haböck und Ellen Pütz. „Ohne sie wäre der Bürgerbusverein nicht das, was er heute ist.“ Ebenso sprach er seinen Dank bei Werner Wroblewski aus. Seit der Gründung stehe er dem Vorstand mit Rat und Tat zur Seite. Außerdem habe er jahrelang das Amt des zweiten Vorsitzenden übernommen.

Welche Bedeutung der Bürgerbusverein für die gesamte Gemeinde habe, betonte Bürgermeister Jörg Schönenberg. Schalksmühle sei eine Berg- und Talgemeinde mit vielen abgelegenen Orten. Der Verein ermögliche es vielen Menschen, an dem Leben der Gemeinde teilzuhaben. Das Motto „Bürger fahren für Bürger in Schalksmühle“ werde gelebt. Durch den demografischen Wandel nehme die Wichtigkeit noch weiter zu.

Ein großes Geschenk bereitete sich der Schalksmühler Bürgerbusverein zu seinem 25-jährigen Jubiläum selbst: Der Vorsitzende Harry Haböck nahm von Ralf Steinhaus, Spartenverantwortlicher Neufahrzeuge bei Mercedes Jürgens, einen neuen Bus entgegen. Der Achtsitzer wird bald auch von Jörg Schönenberg gefahren. Der Bürgermeister kündigte zur Freude der zahlreichen Besucher auf dem Rathausplatz an, dass er künftig ehrenamtlich fahren wolle. Für Begeisterung und großes Interesse sorgte die Ausstellung von Hans Hohmeister im Rathaus. Im akribischer Arbeit hat er die vergangenen 25 Jahre dokumentiert und anschaulich auf den Tafeln zusammengestellt. Da das Wetter mitspielte, feierten die Besucher und die Vereinsmitgleider viele Stunden. - mc

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