Eine Wanderung mit Pferd führt von Halver durch die Innenstadt der Gemeinde Schalksmühle

Mit dem Pferd durch die Bahnhofstraße

Da muss man zweimal hinsehen: Ein Pferd läuft mit seiner Besitzerin die Bahnhofstraße entlang. Zusammen gehen die beiden wandern – wohin ist noch unklar.
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Da muss man zweimal hinsehen: Ein Pferd läuft mit seiner Besitzerin die Bahnhofstraße entlang. Zusammen gehen die beiden wandern – wohin ist noch unklar.

Dinge gibt‘s, die gibt‘s doch gar nicht. Ein Pferd läuft auf dem Gehweg die Bahnhofstraße entlang.

Bepackt mit mehren Taschen und Beuteln. Nebenher läuft eine junge Frau – ebenfalls bepackt. Beide sind zudem mit gutem Schuhwerk ausgestattet. Hufschuhe und Wanderschuhe, denn geritten wurde auf Zora, der 20-jährigen Appaloosa-Stute, nicht.

„Wir gehen nur wandern“, sagt die Besitzerin Alina Büchmann. Losgelaufen sind die beiden morgens um 10.30 Uhr in Halver. Mittags um 13 Uhr überquert das Duo die Bahnhofstraße. „Ich wusste nicht, wie ich sonst mit Zora die Schienen überqueren soll“, sagt die 25-Jährige.

„Ich musste jetzt einmal etwas anderes machen.“

Alina Büchmann

Die Halveranerin hat gerade eine viermonatige Prüfungsphase in der Universität hinter sich gebracht, erzählt sie. „Ich musste jetzt einmal etwas anderes machen.“ Wandern geht sie mit Zora immer wieder mal. Normalerweise aber Richtung Bergisches Land. In Schalksmühle waren die beiden noch nie zusammen.

Und einen Zug hat Zora auch noch nie gesehen. Das merkte man ihr auch an. Gleich zweimal ist der Bürgersteig voller weicher Pferdeäpfel. „Das ist der Stress“, sagt Büchmann und lacht. Und jetzt? Eine der vielen Taschen, die am Sattel von Zora befestigt sind, ist der Pferdekotbeutel. Mit einem Kehrblech wandern die Äpfel in den Gummi-Beutel und werden mitgenommen. Ein Straßenfeger wird von Alina Büchmann ganz wörtlich ebenfalls dazu benutzt, eine riesige Pfütze Pferdeurin Richtung Abfluss zu befördern. Ein seltenes, wenn nicht einmaliges Bild im Zentrum der Gemeinde.

Wo genau es die beiden hin verschlägt, weiß die 25-Jährige noch nicht. „Ich laufe so lange, bis ich nicht mehr kann oder bis die Sonne untergeht.“ Für den kleinen Hunger sind in ihrem Rucksack belegte Brote und Wasser, in den Beuteln von Zora trägt auch sie ihr Stroh als Zwischenmahlzeit.

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