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Eine Vielfalt an Möglichkeiten: Spelsberg präsentiert sich zur Woche der Ausbildung

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Von: Thilo Kortmann

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Die Firma Spelsberg präsentiert sich bei der Woche der Ausbildung der Bundesagentur für Arbeit.
Die Firma Spelsberg präsentiert sich bei der Woche der Ausbildung der Bundesagentur für Arbeit. © Thilo Kortmann

Jeder fünfte Jugendliche will Influencer werden. Ein Problem für die Firmen, es fehlen Auszubildende. Die Woche der Ausbildung der Bundesagentur für Arbeit will deshalb Werbung für das duale Studium machen.

Schalksmühle - Während der Corona-Pandemie hat Jannis Geyer seine duale Ausbildung zum Wirtschaftsingenieur bei der Firma Spelsberg begonnen. Vorstellungsgespräche per Skype, Geyer verweilte damals in Melbourne, bildeten den Bewerbungsablauf. Persönlich sei man sich erst beim allerersten Arbeitstag begegnet, erzählt Jill Baukloh, Spelsberg- Ausbildungsleiterin. Hört sich erst einmal nur nach Berufsalltag in Krisenzeiten an, doch Jannis Geyer steht noch für viel mehr. Er steht für den Typ der heiß begehrten Auszubildenden, die immer rarer werden.

War of Talents

Die Anzahl der Bewerbungen für eine Ausbildung nimmt ab. „Jeder fünfte Praktikant oder Auszubildende möchte mittlerweile doch lieber Influencer oder Youtuber werden. Morgens um 6 Uhr aufstehen – das wollen diese Jugendlichen nicht mehr“, erklärt Peter Blöcher, Leiter der Produktion der Firma Spelsberg in Schalksmühle, im Rahmen der Woche der Ausbildung, eine Aktion der Bundesagentur für Arbeit Iserlohn und Jobcenter Märkischer Kreis.

Warben gemeinsam für die Ausbildung (von links): Spelsberg-Geschäftsführer Thorsten Schwippert, Personalleiter Stefan Lietzau, Azubi Jannis Geyer, Regina Linek vom Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit, Produktionsleiter Peter Blöcher, Ausbildungsleiterin Jill Baukloh, Bürgermeister Jörg Schönenberg und Sebastian Hössel vom Arbeitgeberservice der Bundesagentur für Arbeit.
Warben gemeinsam für die Ausbildung (von links): Spelsberg-Geschäftsführer Thorsten Schwippert, Personalleiter Stefan Lietzau, Azubi Jannis Geyer, Regina Linek vom Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit, Produktionsleiter Peter Blöcher, Ausbildungsleiterin Jill Baukloh, Bürgermeister Jörg Schönenberg und Sebastian Hössel vom Arbeitgeberservice der Bundesagentur für Arbeit. © Thilo kortmann

Auszubildende wie Jannis Geyer sind heiß begehrt

Vorher hieß die Initiative Tag des Ausbildungsplatzes, jetzt werden eine Woche lang verschiedene Aktionen im Kreis durchgeführt. Die Namensänderung und Verlängerung habe, sagt Regina Linek vom Arbeitgeberservice der Bundesagentur für Arbeit, das Ziel, wieder verstärkt mehr Werbung für eine Ausbildung zu machen. Die Firma Spelsberg habe man ausgewählt, weil das Unternehmen eine enorme Vielfalt an Ausbildungsmöglichkeiten anbiete. Besonders das duale Studium, bei dem Ausbildung und Universität kombiniert würden, werde von Spelsberg gefördert. Für die Mitarbeiterin der Bundesagentur für Arbeit ist diese Kombination zum einen ein wichtiger Faktor, um Ausbildung wieder attraktiver zu machen, zum anderen sagt sie: „Das duale Studium ist eine gute Sache für die Firmen, um die Leute zu halten und langfristig an sich zu binden.“

die Jugendlichen sind heutzutage nicht schlechter als wir es früher waren.

Jörg Schönenberg, Bürgermeister

Auch Jörg Schönenberg verweist auf die Wichtigkeit so eines dualen Studiums, „die Parallelität von Ausbildung und Studium ist ein Vorteil, der sich auszahlt.“ Ausbildung müsse differenzierter betrachtet werden, so Schönenberg weiter, insbesondere die Firma Spelsberg stehe für eine Vielfalt der Ausbildungsmöglichkeiten. Doch Schönenberg weist auch daraufhin, dass Sorgen angebracht seien, aufgrund der Zunahme der Schulabbrüche, wobei „die Jugendliche sind heutzutage nicht schlechter als wir es früher waren.“ Die Globalisierung habe dazu beigetragen, dass sich die Berufswünsche der Jugendlichen verändert hätten, „früher hat sehr oft noch der Sohn den gleichen Beruf des Vaters in derselben Firma angefangen“, fügt er hinzu.

Unternehmen kämpfen um Talente

Vom „War of Talents“ spricht Thorsten Schwippert, Spelsberg-Geschäftsführer, bei der Suche nach qualifizierten Auszubildenden. Und meint den Zustand, dass sich Unternehmen heute häufig bei den Jugendlichen bewerben müssten, statt umgekehrt, weil sie ja suchten.

Aus diesem Grund habe die Firma Spelsberg, so Jill Baukloh, einen Kurzfilm produzieren lassen. Zudem gäbe es Anreize „on top“, wie Prämien für Auszubildende, E-Bike-Leasing oder vergünstigte Nutzung des Fitnessstudios. „Bei Top-Talenten muss man schnell zuschnappen“, weiß Baukloh. So wie bei Jannis Geyer, ein Beispiel für gelungenes Recruiting.

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