Eine „teure“ Kette mit Ideen

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Eine bunte Kette mit Wünschen für die Primusschule überreichten die Schüler Jeremy Menges, Nour Karnib, Nick Heedfeld (hinten, von links), Sophie Gebhardt, Koray Kuzucouglu und Henry Hoyer (vorne, von links) am Donnerstag Bürgermeister Jörg Schönenberg.

Schalksmühle - Die bunte Kette, mit Luftballons verziert, war lang und die Wunschliste ebenfalls: Sechs Schüler der Primusschule übergaben am Donnerstag die Wünsche der Kinder, die sie im Rahmen einer Luftballonaktion aufgeschrieben hatten, an Bürgermeister Jörg Schönenberg.

Ein Planschbecken, Tablets für den Unterricht oder Schultiere – Ideen, was die Primusschule noch alles gut gebrauchen könnte, hatten die Kinder der Stufe 1 und 2 viele. Auf dem Rathausplatz nahm sich Jörg Schönenberg im Beisein von Primus-Schulleiterin Martina Schumacher und Integrationskraft Bianca Jahnel die Zeit, jeden Wunsch einzeln durchzugehen.

Mancher Wunsch regte auch zum Nachfragen an: „Ein Fußballfeld? Aber ihr könnt doch auf den Jahnsportplatz spielen“, sagte Schönenberg. „Das ist in der Pause aber zu weit“, erklärte Bianca Jahnel. Und auch der Wunsch nach sauberen Toiletten ließ das Gemeindeoberhaupt stutzen. „Die Jugendlichen schmeißen immer ihre Zigaretten in die Toilette“, erklärte der sechsjährige Koray Kuzucouglu. Schönenberg versprach, dass sich das im Zuge der Umbauarbeiten an der Primusschule bald ändere und dann auch mehr Toiletten für die Schüler bereit stehen würden. „Aber an der Sauberkeit müssen wir alle arbeiten.“

Darüber hinaus stehen ein Trampolin, eine große Rutsche oder Fahrräder für den Schulhof auf der Wunschliste. Doch auch Schultiere wurden genannt. „So was ist natürlich möglich, wenn die Schule die Verantwortung für die Tiere oder den Schulgarten übernimmt“, sagte Schönenberg.

Er sah die Wünsche der Primusschüler als Anregungen, von denen nach und nach Ideen umgesetzt werden können. „Wir werden uns da mit der Schule, Eltern und Förderverein zusammen setzen.“ Zum Wunsch, dass die Primusschule die bekannteste Schule der Welt werden soll, sagte der Bürgermeister: „Ich kann euch nur die Hülle machen. Den Rest müsst ihr leisten.“ Damit er die Wünsche der Primusschule nicht vergisst, schenkten ihm die Kinder die „teure“ Kette, wie einer der Schüler mit einem Lächeln anmerkte.

Schönenberg gratulierte auch den drei Gewinnern der Luftballonaktion: Die Ballons von Koray Kuzucuoglu, Henry Hoyer und Sophie Gebhardt waren am weitesten geflogen. Die an den Ballons befestigten Karten hatten die Finder zurück nach Schalksmühle geschickt. Dass sein Ballon ganze 445 Kilometer zurücklegte, überraschte Erstklässler Koray: „Damit habe ich echt nicht gerechnet.“ Um so mehr freute er sich über den ersten Preis: ein Primus-Kapuzenpulli.

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