„Die 12 Hellweger Cellisten“ sind zum siebten Mal in Schalksmühle zu Gast

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Bereits zum siebten Mal waren „Die 12 Hellweger Cellisten“ in der Gemeinde Schalksmühle am Sonntag zu Gast.

Schalksmühle - Mit Schwung und Effet reisten „Die 12 Hellweger Cellisten“ am Sonntag in der Kreuzkirche am Mathagen durch Raum und Zeit. Unter dem Motto „Durch Europa nach Paris – Eine musikalische Reise auf 48 schwingenden Saiten“ versammelten die Virtuosen aus acht Ländern, die bereits zum siebten Mal in Schalksmühle zu Gast waren, große Komponistennamen und berühmte Werke in einem facettenreichen Programm.

Vom Barock bis zur Musik des 20. Jahrhunderts reichte der musikalische Spannungsbogen, den sie unter Leitung von Felicitas Stephan aufbauten. Nicht zuletzt die stilistische Vielfalt des Programms erlaubte es den zwölf Musikern, alle Farben und spieltechnischen Möglichkeiten ihres tiefen Streichinstruments bis zur Neige auszukosten. Wenn es überhaupt Höhepunkte im Reigen der musikalischen Preziosen herauszugreifen gilt, dann Astor Piazzollas „Libertango“ mit seiner mitreißenden, alles verzehrenden Leidenschaft und Ravels weltberühmten, vom Maschinenrhythmus inspirierten „Boléro“, dessen Crescendo die Musiker in feinsten Nuancen und Abstufungen zur berauschenden Entfaltung brachten. 

Drei Zugaben und Standing Ovations

Standing Ovations des Publikums ließen auch nicht lange auf sich warten. Drei Zugaben schickten die Cellisten ihrer musikalischen Europareise hinterher. Voll des Lobes zeigten sie sich für die gute Akustik der Kreuzkirche, in der sich der warme Celloklang prächtig entfalten konnte. Vor gut besuchtem Haus startete das hochkarätige Ensemble seinen klangvollen Höhenflug durch Epochen und Länder. Beschwingt sicherten sich die Musiker, die abwechselnd durch das Programm führten, die Aufmerksamkeit ihres Publikums. Als einfallsreichen Komponisten mit Sinn für eingängige, klangschöne Melodik stellten die Cellisten den Franzosen Joseph Bodin de Boismortier, dessen Sonate in d-Moll das älteste Werk des Abends war, vor. 

Tief in die nordische Sagenwelt 

Tief in die nordische Sagenwelt drangen sie mit Ausschnitten aus Griegs „Peer-Gynt-Suite“ ein. Zur Ragtime inspirierten Klangwelt von Debussy bekanntem „Golliwogg’s Cakewalk“ - eigentlich ein Stück für Klavier – war es aus der Mystik des hohen Nordens ein Riesensprung. Die Stippvisite in Russland bei Karl Davidoff und seinem lautmalerischen Werk „Am Springbrunnen“ op. 20 Nr. 2 mit hoch virtuosem Solopart machte Pauline Stephan als Solistin zum Erlebnis. Mit Albéniz („Asturias“) ging’s nach Spanien, mit Fauré (Pavane) nach Frankreich, bevor das Konzert mit dem Boléro seinen glanzvollen Höhepunkt erreichte.

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