Aus Reisefreunden wird ein Liebespaar

Love-Story: Von Australien nach Schalksmühle

+
Tom Coogan und Maxi-Marie Wernau fanden sich in Australien.

Schalksmühle - Eine Liebesgeschichte wie aus einem Film. Maxi-Marie Wernau und Tom Coogan beweisen, dass es solche Geschichten auch im wahren Leben gibt.

Wo genau sie sich verliebten, wissen sie nicht mehr. Vielleicht war es in Australien, vielleicht auch erst auf den Fidschi-Inseln. Am Wasserfall gab es eventuell so einen Moment, oder auch am Strand. Geschwärmt habe Tom Coogan aber für die Schalksmühlerin Maxi-Marie Wernau vom ersten Moment an. 

Nach der Realschule entschied sich Maxi-Marie Wernau für ein Jahr „Work and Travel“ in Australien und einem weiteren halben Jahr in Neuseeland. Mit einem 50 Kilogramm schweren Rucksack zog die damals 18-Jährige durch Down Under, arbeitete hier und da und nutzte ihren Lohn, um weiter zu reisen. Auf der Reise fand sie aber nicht nur sich selbst.

Alles begann mit einer schlechten Dusche 

Auf einem Campingplatz traf sie Tom Coogan. Mit einem Small Talk – über den Campingplatz und die schlechten Duschen – begann die Geschichte der beiden. Tom Coogan hat einen Freund in Australien, der die „beste Dusche der Welt“ habe. In einem dieser Häuser in Australien, die einer Villa ähneln. Er lud Maxi-Marie ein, ohne böse Hintergedanken einfach nur aus Freundlichkeit. „Was ist das für eine schlechte Anmache“, hat Maxi-Marie Wernau gedacht. Immerhin kannten sie sich nur flüchtig. „Aber so ist das in Australien“, wie sie im Laufe ihrer Reise lernte. 

Der Strand war lange Zeit ihr Zuhause. Maxi-Marie Wernau traf in ihrem Auslandsjahr in Australien Tom Coogan. Sie verliebten sich und reisten gemeinsam durch Australien, Neuseeland und die Fidschi-Inseln. Heute leben sie in Schalksmühle.

Befürchtungen waren umsonst: Sie muss sogar zugeben, dass die Dusche mit Abstand die beste war, unter der sie je stand. „Er hat nicht zu viel versprochen.“ Hinzu kam, dass der Freund ein großes Barbecue vorbereitet hat – Gastfreundschaft pur. Als alle anderen Gäste bereits schliefen, blieben sie und Tom die halbe Nacht wach und redeten „über Gott und die Welt“. Die Zeit verging wie im Flug. 

Gemeinsame Reise zu den Fidschi-Inseln

Als nächstes Ziel standen die Fidschi-Inseln für die Schalksmühlerin auf dem Plan. Was bedeuten würde, dass die Wege der beiden sich wieder trennen. Also entschied sich Tom kurzerhand mit ihr zu reisen. Er arbeitete viel, sammelte Geld und brach die Segel ab. Er scheint einer dieser Menschen zu sein, für die das Leben ein Abenteuer ist – mutig und neugierig. „Warum auch nicht?“, fragt er nur. Die Welt sehen, ist, was die beiden verbindet. Nur in einem kurzen Moment schien es „komisch“, dann überwog die Abenteuerlust. 

Das Pärchen schlief in diesem Zelt am australischen Strand.

Bevor sie nach Fidschi flogen, besuchten sie noch einen Wasserfall in Australien. Ob sie sich dort schon ineinander verliebt haben? Als Maxi-Marie ihre Mutter in Schalksmühle anrief und ihr mitteilte, dass sie nicht alleine nach Fidschi fliegen wird, wusste diese sofort: „Du bist doch verliebt. Ich kenne doch meine Tochter.“ Und sie sollte Recht behalten. 

Auf den Fidschi-Inseln kamen sie zusammen und verbrachten die nächsten Monate auch gemeinsam in Neuseeland – wie im Film. Sie ritten mit Pferden am Meer entlang, lebten in den Tag hinein. „Nachts schliefen wir am Strand“, sagt Tom Coogan. An anderen Tagen setzten sie sich ins Auto und fuhren einfach drauf los – ohne Ziel. 

Reisen ohne Ziel

150 Meilen an einem Tag, um morgens an einem anderen Ort aufzuwachen. Zwischendurch immer wieder arbeiten, um Geld für das gemeinsame Abenteuer zu verdienen. Für einen älteren Mann renovierten sie sein Haus und durften in dieser Zeit im Gästehaus schlafen. Maxi-Marie erinnert sich noch, wie sie die Schlafsäcke im Wohnzimmer auslegte. Zwei Monate lebten sie dort. 

Mit dem Auto immer gerade aus.

Kurz vor Ende des Visums überlegte das Paar, wie es mit ihnen weitergeht. Tom Coogan lebte zu diesem Zeitpunkt seit einigen Jahren in Australien, kommt aber ursprünglich aus Irland. Weder in seine Heimat, noch nach Australien möchte er zurück. Australien sei für einen Urlaub schön, aber zum Leben nicht. So entschied der heute 26-Jährige, seiner Freundin nach Schalksmühle zu folgen. 

Seit drei Jahren in Deutschland

Seit drei Jahren sind sie in Deutschland und haben mittlerweile einen Sohn. Der zweijährige Lean-Henry wächst zweisprachig auf und wird mit seinen Eltern wahrscheinlich viel reisen. In Schalksmühle wollen die drei nicht für immer bleiben. „Hier sterben möchte ich nicht“, sagt Coogan. 

Irgendwann wollen sie wieder los. Schalksmühle ist mehr ein Zwischenstopp. Ihr Zuhause ist da, wo sie gerade sind. Mal hier, mal da– ohne zu wissen, was morgen kommt. Abenteuer Leben, aber auch ihr Abenteuer Liebe.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare