Eigentümer können ab Januar Anträge stellen

Schalksmühle - Jetzt sind die Eigentümer gefragt: Sofern der Gemeinderat der Empfehlung des Bauausschusses folgt, stehen innerhalb des Fassadenprogramms künftig 120.000 Euro an Fördermitteln bereit, um den Außenwänden der Gebäude im Ortskern ein neues Aussehen zu geben.

Von Alisa Kannapin

Wer als Eigentümer von den Zuschüssen profitieren möchte, kann ab Januar einen entsprechenden Antrag stellen. Förderberechtigt sind Eigentümer von Gebäuden, die im Geltungsbereich Bahnhofstraße (Seite zur Volme hin), Mühlenstraße und Kirchgasse liegen.

Zuschüsse von maximal 50 Prozent

- Ziel: Mit dem Fassadenprogramm stellt die Gemeinde Geld bereit, mit dem Fassaden und Dächer renoviert, Flächen entsiegelt oder begrünt und Frei- und Gartenflächen hergerichtet werden können. Ziel ist es, den Ortskern positiv aufzuwerten.

- Im Fokus des Fassadenprogramms stehen Gebäude, die einen stadtbildprägenden Charakter haben, unter Denkmalschutz stehen oder historisch wertvoll und erhaltenswert sind.

- Förderung: Insgesamt stehen 120.000 Euro an Fördermitteln bereit. Die Zuschüsse stammen zu 60 Prozent aus der Städtebauförderung und zu 40 Prozent von der Gemeinde. Maximal 50 Prozent der anerkannten Umbaukosten der Eigentümer sind zuwendungsfähig.

- Doch die Ausgaben sind gedeckelt – auf höchstens 60 Euro pro Quadratmeter umgestalteter Fläche. Das bedeutet, dass ein Eigentümer höchstens 30 Euro pro Quadratmeter an Förderung erhält.

- Weiterführende Informationen gibt es im Quartiersbüro an der Bahnhofstraße, Tel. 0 23 55 / 5 16 01 71, E-Mail: quartiersbuero@schalksmuehle.de.

Die Fördermittel werden für Investitionen gewährt und die Eigentümer dazu verpflichtet, die über das Fassadenprogramm finanzierten Maßnahmen für eine Dauer von zehn Jahren im geförderten Zustand zu erhalten.

Gremium entscheidet über Mittelvergabe

Wer Gelder für die Renovierungen erhält, entscheidet ein Gremium, dem folgende Personen angehören: Bürgermeister Jörg Schönenberg, Oliver Emmerichs (Fachbereich Planen und Bauen), Klaus Nelius (Vorsitzender des Bau- und Planungsausschusses), jeweils ein Fraktionsmitglied sowie Vertreter des Büros ASS und dem Verein Stadtmarketing.

Damit das Gremium bei der Vergabe flexibel und zeitnah handeln kann, verständigte sich der Bauausschuss am Montag darauf, dem Bürgermeister die Erlaubnis für eine Dringlichkeitsentscheidung zu geben. Die Mitglieder des Ausschusses werden jedoch im Nachgang über die Vergabe der Fördergelder informiert.

Die Ausschussmitglieder interessierte am Montag vor allem, inwieweit die Verwaltung Einfluss auf die Eigentümer nehmen kann, damit sie das Programm in Anspruch nehmen. „Wir können niemanden zu Renovierungen zwingen, sondern nur das Interesse wecken und die Möglichkeiten aufzeigen“, sagte Oliver Emmerichs.

Aber die Erfahrung zeige, dass wenn einige anfangen und ihre Fassaden herrichten, die anderen mitzögen. Schließlich ließen es die wenigsten auf sich sitzen, dass alle Häuser außer dem eigenen schön seien. „Das wird auch hier passieren, auch wenn wir keine 100 Prozent erreichen werden. Wir können nur mit Nachdruck und Geld locken“, sagte Emmerichs und erklärte auf Nachfrage von Harry Haböck (UWG), dass auch Einfluss darauf genommen wird, dass auch die Rückseiten der Häuser gemacht werden, die vom Volmepark aus sichtbar sind.

Infoveranstaltung für Eigentümer

Um die Bürger nun mit ins Boot zu holen, werden die Eigentümer der Gebäude im Fördergebiet von der Verwaltung angeschrieben und anhand eines Flyers über das Fassadenprogramm informiert. Außerdem soll im Frühjahr eine Informationsveranstaltung stattfinden, bei der anhand von Bildern Umbaubeispiele gezeigt werden.

Dietmar Daßler (FDP) bemängelte, dass mit der Deckelung auf 60 Euro pro umgebauten Quadratmeter nicht viel anzufangen sei. Jutta Gruß-Rinck vom zuständigen Büro ASS stimmte zu, dass das nicht ausreichend ist. „Aber die Eigentümer sollen auch nicht von ihrer Pflicht entbunden werden. Denn da stimmt das Sprichwort: ‘Eigentum verpflichtet’.

Rubriklistenbild: © Finger

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