Glörpark Dahlerbrück

Glörpark: Eibe bekommt ein neues Zuhause

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Dahlerbrück - Mit der Fällung der acht Bäume – darunter ein mehr als 100 Jahre alter Ahorn – im Glörpark fing es an.

Nun wurde am Dienstag auch eine 65 Jahre alte Eibe verpflanzt – an einen neuen Standort am anderen Ende des Geländes. Manfred Künsting vom Brügger Freundeskreis für Natur und Heimatpflege hat sich für den Erhalt des Baumes eingesetzt und seinen Umzug vorangetrieben. 

Der hohe Grundwasserspiegel nahe der Volme habe die Eibe nicht nur zu einer stattlichen Größe anwachsen lassen, auch bei der Verpflanzung sieht Manfred Künsting das als Vorteil. Er hofft, dass der Baum in der 1,70 Meter tiefen Pflanzgrube, die neben dem kleinen Gebäude im rückwärtigen Teil des Glörparks ausgehoben wurde, wieder anwächst. „Es ist ein Versuch“, sagt Künsting. Wichtig sei dabei unter anderem die Verpflanzung in derselben Himmelsrichtung wie am ursprünglichen Standort. 

Unterstützung durch zwei Halveraner Firmen

Unterstützung hatte Künsting unter anderem von zwei Baufirmen aus Halver: Die Firma Gedigk stellte einen Kleinbagger, um am vergangenen Freitag und Samstag den Boden um den Wurzelstrunk der Eibe herum auszubaggern. Am Dienstagnachmittag wurde mit einem größeren Bagger der Firma Höngen der mehrere Tonnen wiegende Baum aus dem Grund herausgehoben und zu seinem neuen Platz gebracht. Dort finden nun heute noch ein paar Restarbeiten statt. 

Manfred Künsting freut sich darüber, dass diese Unterstützung trotz voller Auftragsbücher so kurzfristig möglich war. Ohne das Entgegenkommen der Gemeinde Schalksmühle, die ihm den Baum für die Versetzung überlassen hatte, hätte das Ganze allerdings auch nicht vonstatten gehen können. 

Mehrfach konnte Künsting die verabredeten Fristen nicht einhalten. Die erste Verlängerung verstrich vergangenen Freitag, als Nächstes wurde der Montag als Frist vereinbart – und dann noch einmal bis zum heutigen Mittwoch verlängert. „Wir fühlen uns so langsam, als ob ein Spiel mit uns gespielt wird“, sagte Ralf Bechtel, Fachbereichsleiter Technisches Bauamt, als es noch um die zweite Verlängerung in der vergangenen Woche ging.

Mehrere Bitten um Verlängerung

Die Bitten um Verlängerung stellte Künsting sehr kurzfristig, am gleichen Tag, an dem jeweils die vorigen Fristen abliefen. Dass er versucht habe, die Gemeinde unter Druck zu setzen, verneint Manfred Künsting jedoch, fühlt vielmehr sich selbst unter Druck gesetzt, schließlich würden im Glörpark noch keine Arbeiten durchgeführt, abgesehen vom Zerkleinern der bereits gefällten Bäume, sagt er auf Nachfrage. 

Die alte Eibe im Glörpark (Baum im Hintergrund) wurde mithilfe eines großen Baggers am Dienstagnachmittag verpflanzt.

Allerdings sieht sich Künsting durch positive Rückmeldungen einiger Mitbürger in seinem Anliegen bestätigt. „Viele Leute finden es gut, dass wir ein Exempel statuieren mit der Eibe und zeigen, dass man Bäume nicht immer abschneiden muss, sondern auch verpflanzen kann.“

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