DRK ehrt Klaus Heuckelbach für die 100. Spende

SCHALKSMÜHLE ▪ Seit 2008 besucht Klaus Heuckelbach, der Schwimmmeister vom Hallenbad Löh, in regelmäßigen Abständen das Blutspendezentrum West des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Hagen, um dort Thrombozyten zu spenden. Jetzt zeichnete ihn das DRK für seine 100. Spende aus.

Thrombozyten sind ein Blutbestandteil, der zur Behandlung verschiedener Krankheiten dringend benötigt wird. Viele Patienten, die an Leukämie, Krebs oder ähnlichen Erkrankungen leiden, können während ihrer Krankheit und Therapie (zum Beispiel nach einer Knochenmarktransplantation) Thrombozyten nicht mehr eigenständig nachbilden und sind auf die Übertragung von Thrombozyten angewiesen. Ohne Thrombozyten ließen sich lebensbedrohliche, vor allem innere Blutungen nicht stillen.

Nachdem die Thrombozyten mit Hilfe eines Zellseparators direkt aus dem Blut des Spenders gewonnen wurden, wird ihm das restliche Blut wieder zurück gegeben.

Aufgrund der benötigten Apparaturen und des zeitlichen Aufwandes von insgesamt rund 90 bis 120 Minuten kann diese Form der Blutspende ausschließlich im Blutspendezentrum erfolgen. Ein Umstand, den der Schalksmühler Schwimmmeister angesichts des hohen Bedarfs gerne auf sich nimmt. „Im Gegensatz zu den Vollblutspendern sind recht wenig Menschen bereit, so lange auf der Spenderliege Platz zu nehmen“, sagt Heuckelbach und freut sich darüber, dass er mit seinem Engagement schon vielen kranken Menschen helfen konnte.

„Nach wie vor lässt sich Blut nicht künstlich oder synthetisch herstellen“, erklärt er und fügt hinzu, dass bis auf weiteres Unfallopfer und Kranke auf die lebensnotwendigen Spenden angewiesen sind

Aktuellen Zahlen zufolge gehen nur etwa drei Prozent der Bevölkerung regelmäßig zu den Blutspendeterminen, um einen geringen Teil des so dringend benötigten roten Saftes zu geben.

Nach Angabe des Blutspendezentrums in Hagen werden einerseits immer mehr Blutkonserven benötigt, jedoch scheiden anderseits wegen der Altersgrenze mehr und mehr Dauerspender aus. Zwar kommen auch die Erst- und Neuspender wieder hinzu – um aber dem steigenden Blutbedarf decken zu können, müssten für einen ausfallenden Spender gleich drei neue hinzu kommen.

Wie wichtig und lebensrettend eine Spende ist, lässt sich schon daran erkennen, dass allein für die tägliche Versorgung mit Blut und Blutpräparaten für anstehende Operationen und dringend benötigte Medikamente in Nordrhein-Westfalen 3500 Spenden notwendig sind.

Unter dem Motto „Mach mit – jeder Tropfen zählt“ sind alle interessierten Blutspender aufgerufen, sich am Sonntag in der Zeit von 10 bis 16 Uhr in der Stadthalle Hagen zum 5. Blutspendemarathon zu melden.

Am Montag haben Bürger wieder Gelegenheit zur Blutspende in Schalksmühle: Von 14.30 bis 19.30 Uhr laden der soziale Arbeitskreis des DRK-Ortsvereins Schalksmühle und der Blutspendedienst Hagenin die Grundschule Spormecke ein.

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