Volkstrauertag: Gedenken in Erlöserkirche und auf Friedhof Wippekühl

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Vertreter von Gemeinde, Kirche und Vereinen waren bei der Kranzniederlegung am Ehrenmal dabei.

Schalksmühle - Bei Sonne und Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt versammelten sich am Sonntag Vertreter von Gemeinde, Kirche und Vereinen am Ehrenmal auf dem Friedhof Wippekühl, um mit einer Kranzniederlegung an die Opfer von Krieg, Vertreibung, Verfolgung und Gewaltherrschaft zu erinnern.  Auch in der Erlöserkirche fand eine Gedenkveranstaltung statt. 

Neben Bürgermeister Jörg Schönenberg und Ratsmitgliedern wohnten Abordnungen der Hülscheider Schützen und der Löschgruppe Schalksmühle der Freiwilligen Feuerwehr der Gedenkfeier bei. Den Kranz am Ehrenmal legten Einheitsführer Dirk Hauck und Stefan Mölders nieder. 

In seiner kurzen Ansprache erinnerte Pfarrer Torsten Beckmann von der evangelischen Kirchengemeinde Schalksmühle-Dahlerbrück an alle Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaft, an die gefallenen Soldaten der Weltkriege und die vielen Menschen, die in Gefangenschaft, während Flucht und Vertreibung, durch Verfolgung und Hass ihr Leben lassen mussten. 

Auch die Opfer, die aufgrund von Krankheit und Behinderung, durch Widerstand gegen Gewaltherrschaft, wegen ihrer Überzeugung oder ihres Glaubens zu Tode kamen, schloss er in das Gedenken ein. Ebenso die Opfer der Kriege und Bürgerkriege der Gegenwart sowie die Opfer von religiöser Verfolgung heute. Bis zu den Bundeswehrsoldaten, die in Einsätzen zu Tode kamen, spannte er den Bogen. „Wir trauern mit allen, die Leid tragen“, erklärte er. „Wir teilen ihren Schmerz.“ 

Leben hält auch Hoffnung bereit

Bei allem Schmerz halte das Leben auch Hoffnung bereit. Verantwortung für den Frieden in der ganzen Welt zu übernehmen, mahnte Beckmann an. Musikalisch begleitete Franz Jarnidzky aus Lüdenscheid die Gedenkfeier auf der Trompete. Feierlich trug er die bekannte Weise „Ich hatt einen Kameraden“ vor. Allen Mitwirkenden an der Gedenkveranstaltung galt der Dank von Bürgermeister Jörg Schönenberg.

„Wir gedenken der Opfer von Krieg und Gewalt,“ sagte Pfarrer Torsten Beckmann zu Beginn des Gottesdienstes am Volkstrauertag in der Erlöserkirche. „Die ganze Schöpfung, alle Mitkreaturen leiden mit an Schuld und Sühne,“ fügte er hinzu. Die Schöpfung sei der Vergänglichkeit unterworfen. „Wenn wir uns heute an Religions- und Glaubensfreiheit erfreuen, so ist das keine Selbstverständlichkeit,“ betonte er und unterstrich, dass niemals mehr Christen verfolgt und getötet wurden, als heute. Eine Tatsache, die vielen Menschen gar nicht bewusst ist. „Wir wissen nicht, in welche Richtung sich unsere Gesellschaft entwickeln wird,“ räumte Beckmann ein. 

Weltweite Verfolgung von Christen

Weltweit müssen Christen wegen ihres Glaubens deutliche Nachteile in Kauf nehmen. Das betreffe auch die jüngere deutsche Geschichte. „In der DDR war Christen höhere Schulbildung und der Zugang zum Studium verwehrt,“ erklärte Torsten Beckmann. „Jesus sagt uns heute zu: Ich kenne deine Ängste und Bedrängnis, ich werde dich nicht allein lassen.“ Das bedeute: „Der, der den Tod überwunden hat, wird auch dich und mich aufrichten.“ In den Tiefen des Lebens könne kein „Allwetterglauben“ helfen. „Es ist kein Spaziergang, als Christ unterwegs zu sein,“ machte Beckmann deutlich. 

Doch Jesus Christus möchte mit seinem Licht in unser Leben hineinkommen. Wer sich an Jesus Christus orientiere, habe Zugang zur Hoffnung über den Tod hinaus. „Diese Hoffnung ist zukunftssicher,“ hob Beckmann hervor. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von Marlies Plaßmann an der Orgel sowie Kathrina Frisch und Katharina Wohlrath von der Musikschule Volmetal an der Querflöte. Sie spielten von Johann Joachim Quantz das Adagio und das Allegro der Triosonate e-Moll. Am Ehrenmal des Friedhofs Wippekühl wurde im Anschluss an den Gottesdienst ein Kranz nieder gelegt.

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