Begegnungsstätte für Flüchtlinge im Gemeindezentrum

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In Kürze wird aus dem „Westfälische Hof“ am Kreisverkehr an der Hälverstraße eine Begegnungsstätte für Flüchtlinge.

Schalksmühle - Nach einer längeren Zeit des Leerstandes kehrt in Kürze wieder Leben in die ehemalige Gaststätte „Westfälischer Hof“ am Kreisverkehr an der Hälverstraße ein.

Für die aktuell knapp 240 Flüchtlinge in der Volmekommune soll dort in zentraler Lage eine Begegnungsstätte durch das Netzwerk Flüchtlingshilfe entstehen. Die Gemeinde hat das komplette Objekt angemietet, wird in der oberen Etage Flüchtlinge unterbringen und das Erdgeschoss der Flüchtlingshilfe überlassen.

„Der gemeindliche Haushalt wird durch diese Begegnungsstätte nur minimal tangiert“, sagte Bürgermeister Jörg Schönenberg im Gespräch mit unserer Zeitung. Finanziert werden soll die Einrichtung hauptsächlich über Spenden. „Für die gesamte Renovierung, Unterhaltung und den Betrieb ist das Netzwerk Flüchtlingshilfe zuständig, wir treten lediglich als Mieter auf“, so Schönenberg.

Die Renovierungsarbeiten, bei denen auch Flüchtlinge helfen sollen, durch den Kreis der Ehrenamtlichen laufen gerade an. Wenn diese abgeschlossen sind, soll an der Hälverstraße ein Ort der Begegnung, Kultur und Integration entstehen. Auch Sprachkurse werden in der früheren Gaststätte stattfinden.

„Das Angebot wird vielfältig, im Detail wird an dem Konzept durch die Flüchtlingshilfe derzeit gearbeitet“, erklärte Schönenberg, der sich weiterhin beeindruckt zeigt vom Engagement der Ehrenamtlichen: „Wer als Flüchtling nach Schalksmühle kommt, wird auch weiterhin willkommen geheißen. Hier zählt der Mensch.“

Sammelunterkunft auf Jahnsportplatz beim Runden Tisch thematisiert

Beim mittlerweile schon sechsten Runden Tisch zum Thema Flüchtlinge, an dem am Mittwoch rund 30 Personen im Ratssaal teilnahmen, wurde auch über die Sammelunterkunft auf dem Jahnsportplatz gesprochen, wo der Baubeginn unmittelbar bevorsteht. Für die Errichtung und die Grundeinrichtung ist die Gemeinde verantwortlich. Um es den Flüchtlingen aber möglichst wohnlich zu machen, wird sich die Flüchtlingshilfe auch in diesem Punkt engagieren.

Nachdem der Flüchtlingszustrom nach Schalksmühle in den ersten zwei Monaten des Jahres durch eine veränderte Verteilung durch die Bezirksregierung Arnsberg – die ankommenden Menschen werden derzeit vor allem Großstädten zugewiesen, die ihr Soll noch nicht erfüllt haben – abgeebbt ist, rechnet Schönenberg ab März wieder mit einem deutlichen Anstieg der Flüchtlingsanzahl.

Verstärkung in Sachen Flüchtlinge für Gemeindemitarbeiter

Deshalb reagiert die Gemeindeverwaltung und schafft ab 1. April im Sozialamt eine neue halbe Stelle. „Bisher haben wir nur einen Mitarbeiter. Das Arbeitspensum ist bei den Fallzahlen aber schlichtweg nicht zu schaffen“, sagte der Bürgermeister.

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