Edeka will Geschäft in Dahlerbrück eröffnen

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Am ehemaligen Einkaufszentrum in Dahlerbrück könnten bald wieder Einkaufswagen rollen: Edeka verhandelt derzeit mit dem Besitzer über das ehemalige Gebäude von Aldi. ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ Der Putz bröckelt, die Scheiben sind abgeklebt, der Parkplatz ist verwaist – seit Jahren: Erst ging Aldi, dann Anrainer wie Schlecker. Das einstige Nahversorgungszentrum in Dahlerbrück an der Volmestraße sieht trist aus. Doch jetzt gibt es einen Interessenten für das Gelände: Nach Informationen unserer Zeitung will Edeka ein Geschäft eröffnen.

„Ja! Wir haben Interesse“, sagte Stephan Steves auf Anfrage unserer Zeitung. Der Geschäftsführer der Edeka Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr erklärte: „Wir führen derzeit Verhandlungen mit dem Eigentümer. Näheres kann zu diesem Zeitpunkt noch nicht gesagt werden.“

Wann und ob Edeka ein Geschäft eröffnet, liege an den weiteren Verhandlungen mit dem Eigentümer.

Inzwischen gibt es nach Informationen unserer Zeitung bereits ein Einzelhandelgutachten – dies bestätigte Steves: „Das ist in solchen Fällen obligatorisch.“

Dieses Gutachten liegt der Gemeindeverwaltung vor. Über den genauen Inhalt wollte sich Bürgermeister Jörg Schönenberg im Gespräch mit unserer Zeitung nicht äußern – doch: „Es sind Argumente enthalten, die für das Projekt sprechen und welche, die dagegen sprechen. Aus meiner Sicht ist die Nahversorgung in Dahlerbrück notwendig – die Frage ist natürlich, was verträglich ist.“ Schönenberg machte deutlich, dass der Ortskern der Gemeinde Schalksmühle sei. Daher müsse in Dahlerbrück darauf geachtet werden, was und in welchem Maße sich dort ansiedele. In der bevorstehenden Sitzungsperiode will Schönenberg das Vorhaben in den Fachausschüssen thematisieren. „Das ist ein Abwägungsprozess der Politik – sie muss sagen, wo es langgeht.“ Aktueller Mieter des größten Teils des Gebäudes in Dahlerbrück ist übrigens Aldi. „Wir haben noch für eine geraume Zeit einen Mietvertrag“, sagte Thomas Pfeifer. Der Regionalgeschäftsführer von Aldi-Radevormwald erklärte, dass es von Seiten des Discounters keine Absichten gebe, das Gebäude zu nutzen.

Mitten in den Verhandlungen steckt auch das Frankfurter Unternehmen Garigal Asset Management, dass die Geschäftsgebäude verwaltet. „Wir sind in einem Zwiespalt: Einerseits stehen die Interessen unseres Unternehmens und mit Aldi haben wir einen Mieter, der zahlt – auf der anderen Seite stehen die Interessen der Gemeinde, die natürlich einen Leerstand so nicht haben will“, sagte Marcus Panconcelli, Leiter des Bereiches Vermietung und Asset Management.

Zurzeit arbeite das Unternehmen an verschiedenen Möglichkeiten, das Gebäude zu nutzen, so dass es den verschiedenen Wünschen entspricht. „Wir haben zwei bis drei Konzepte zur Auswahl – in einem taucht Edeka auf“, erklärte Panconcelli. Der Garigal-Mitarbeiter geht davon aus, dass bis Herbst eine endgültig Entscheidung gefallen ist. ▪ mc

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