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Supermarkt überschwemmt: 100.000 Euro landen im Müll - „eine Katastrophe“

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Von: Detlef Ruthmann

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Hochwasser - Edeka-Markt Dahlerbrück - Aufräumen
Wasser und Schlamm im Edeka: Michael Clever und sein Team haben tagelang nach dem Hochwasser aufgeräumt. © Clever, Michael

„Für einen Lebensmittelhändler ist das eine Katastrophe“, zeigt sich Michael Clever, Leiter des Edeka-Markts Clever an der Volmestraße in Dahlerbrück, ein wenig geschockt, dass man nach der Überschwemmung des Gebäudes am vergangenen Mittwoch und Donnerstag Lebensmittel im Wert von rund 100 000 Euro entsorgen lassen muss.

Schalksmühle - Es war aber nicht in erster Linie das Wasser aus der Volme, das den Edeka-Markt überflutete, sondern vielmehr das, was aus dem Hang beziehungsweise Berg auf der anderen Seite kam. Und dieses Brackwasser, beschreibt es Michael Clever, sei mit den Verpackungen der Lebensmittel in Kontakt gekommen, habe es aufgeweicht und damit unbrauchbar gemacht. „Das kann man nicht mehr verkaufen“, betont der Supermarktleiter.

Hochwasser - Edeka-Markt Dahlerbrück - Aufräumen
Es dauerte, bis das Wasser aus den Geschäftsräumen wieder abgelaufen war. © Clever, Michael

Kein Strom für Kühlung

Das andere Problem: Durch die Überschwemmung fiel der Strom im Markt und dadurch auch die Kühlung aus. Da weder am Mittwoch noch am Donnerstag wegen der Überschwemmung jemand ins Gebäude kam, blieben die Waren in den Kühlregalen und -truhen über viele Stunden ungekühlt. „Was das bedeutet, kann sich jeder vorstellen“, erklärt der Marktleiter, dass auch diese Lebensmittel ausnahmslos den Weg in die fachgerechte Entsorgung finden mussten.

Für einen Lebensmittelhändler ist das eine Katastrophe.

Michael Clever, Leiter des Edeka-Markts

Am Dienstag sind die restlichen verdorbenen Lebensmittel rausgeräumt, abgeholt und entsorgt worden. Bis dahin hatten Michael Clever und sein Team in vielen Stunden ganze Arbeit geleistet. Aufräumen, entsorgen, säubern, alles überprüfen und letztlich wieder auffüllen. Denn am Mittwoch wurde neue Ware zum Markt geliefert, sodass an diesem Donnerstag Edeka in Dahlerbrück wieder, wie gewohnt, um 7 Uhr für die Kunden seine Pforten öffnen kann.

„Hoffentlich ist alles so, dass der Kunde möglichst wenig davon sieht“, wünscht sich Michael Clever, wohlwissend, dass dies nicht ganz klappen kann. Denn das Hochwasser hat nicht nur die Lebensmittel zerstört, sondern ebenfalls Möbel unbrauchbar gemacht, die nun ausgetauscht werden müssen.

Hochwasser - Edeka-Markt Dahlerbrück - Aufräumen
Auch im Außenbereich galt es, Schmutz, Schlamm und Treibgut zu beseitigen. © Clever, Michael

Fassade wird noch kontrolliert

Möbel müssten bestellt werden und hätten lange Lieferzeiten, weiß der Marktleiter, dass sie auf den Ersatz noch einige Zeit warten müssen. Ob auch die Fassade beziehungsweise die Spezialdämmung des Gebäudes durch das Hochwasser in Mitleidenschaft gezogen wurde, vermag Marktleiter Michael Clever noch nicht zu sagen. Die Experten, die das genau untersuchen werden, kommen erst an diesem Donnerstag zum Edeka-Markt nach Dahlerbrück. Die Filiale an der Volmestraße wurde erst im Dezember 2019 eröffnet. Am 4. Dezember hat Michael Clever den Markt in Dahlerbrück eröffnet.

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