Duell im Jugendzentrum

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Jugendzentrumsleiter Tobias Scheiblich (links) musste gegen Dieter Rittinghaus im Äpfel-Angeln antreten. ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ „In den Sportspielen mach’ ich dich eh platt“, tönt es durch die Räume des Jugendzentrums Wansbeckplatz. „Ach was. Ich gewinn die Tickets für mich“, schallt es zurück. Die Kandidaten der ersten Auflage von „Schlag den Chef“ bringen sich mit Kampfansagen in Stimmung.

In Anlehnung an die Fernsehshows „Schlag den Raab“ und „Schlag den Star“ kreierten die Mitarbeiter des Jugendzentrums eine eigene Version: Zwei Kandidaten treten in Disziplinen von Sport-, über Denk-, bis hin zu Geschicklichkeitsaufgaben gegen Chef Tobias Scheiblich an. Wenn dieser besiegt wird, erhalten die Gewinner jeweils einen Gutschein über fünf Euro für die Show von Atze Schröder im Dezember.

Aus den Teams, die sich über Facebook beworben hatten, wurden Dieter Rittinghaus und Sedrick Schwarzer ausgewählt. Jahrespraktikantin Valentina Sapere und ihre Kollegin Yvonne Rott hatten für die Teilnehmer 15 Aufgaben ausgeheckt: So mussten sie zum Beispiel mit dem Mund Äpfel aus einer Wasserschale fischen, Länderumrisse erkennen, Dinge erschmecken, sich so lange wie möglich am Reck festhalten oder mit Dartpfeilen auf Luftballons schießen.

Während Scheiblich die ersten Spiele für sich entscheiden konnte, musste er am Reck passen: „Ich hatte wohl einfach die falsche Technik.“ Um Ausreden und Begründungen, warum die Spiele nicht gewonnen wurden, war keiner der Kandidaten verlegen: Nach dem verlorenen Äpfel-Angeln meinte Dieter bestimmt: „Ist doch klar, dass Toby gewinnt, sein Mund ist ja auch doppelt so groß.“ Am Ende konnte der Chef mit klaren 68 zu 37 Punkten den Sieg einfahren. Die beiden 13- und 14-Jährigen mussten zwar auf die Gutscheine verzichten, gaben sich aber nach eineinhalb Stunden Spiel auch mit stärkenden Schokoriegeln zufrieden. Der Gewinner strahlte ebenfalls: „Ich habe meinen Ansprüchen genüge getan.“

Für die nächste Runde am 27. September wird der Gewinn verdoppelt – dann gibt es zehn-Euro Gutscheine.

Tobias Scheiblich wünscht sich für das nächste Mal nur mehr Zuschauer – Gewinnen macht vor Publikum schließlich viel mehr Spaß. ▪ lw

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